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Nachwahl in Pennsylvania : Republikaner gesteht Niederlage ein

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Gesteht Niederlage ein: Rick Saccone Bild: AP

Rick Saccone liegt zwar nur einige hundert Stimmen hinter seinem Konkurrenten, hat nun, rund zwei Wochen nach der Nachwahl in Pennsylvania, aber in einem Telefonat dem Demokraten Conor Lamb zum Sieg gratuliert.

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          Nach einer mit Spannung verfolgten Sonderwahl im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania hat der republikanische Kandidat seine Niederlage eingestanden. Rick Saccone habe ihm in einem Telefonat gratuliert, erklärte der Demokrat Conor Lamb am Mittwoch auf Twitter. Ein Mitarbeiter Saccones bestätigte, dass der Republikaner seine Niederlage eingestand. Der Sieger darf nun die verbleibende Amtszeit des zurückgetretenen bisherigen Amtsinhabers bis November im Repräsentantenhaus in Washington zu Ende führen. Bei der Kongresswahl im November steht der Sitz dann jedoch nicht mehr zur Wahl, da bei einer Neuziehung der Wahlbezirke der bisher bestehende Bezirk aufgelöst wurde.

          Nach dem Urnengang vom 13. März lag Lamb nach inoffiziellen Zahlen 627 Stimmen vor Saccone. Ein offizielles Ergebnis dürfte erst in der kommenden Woche vorliegen. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte den Wahlkreis 2016 mit etwa 20 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Die jetzige Abstimmung gilt als Stimmungstest für die Kongresswahlen im November.

          Die Republikaner hatten bis zuletzt gehofft, dass etwa die verlorene Wahl in Alabama nur ein Extremfall war – immerhin steckte der Senatsbewerber Roy Moore dort in einem Skandal um sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige. Doch nun müssen sie sich wieder fragen, wie sehr ihnen Trump im November schaden wird.

          In Pennsylvania ging es aber auch um die direkten Probleme der Menschen, nicht nur um die Themen, die aus Washington kamen. Die Drogen-Krise wurde in den vergangenen Wochen zu einem zentralen Wahlkampfthema. Viele Menschen hier glauben nicht, dass Donald Trumps Strategie greift und dass der Präsident genug dagegen tut, dass immer mehr Menschen abhängig von Schmerzmitteln und Heroin sind. „Wir haben schon ein paar von unseren Leuten beerdigt“, sagte ein Gewerkschafter am Wahlabend bei ABC. „Das Thema ist mir genau so wichtig wie die Arbeiterrechte.“

          Beide Kandidaten hatten im Wahlkampf über die Krise gesprochen – aber viele Menschen hier haben sich nach über einem Jahr im Amt von der Trump-Regierung mehr Hilfe erhofft. Pennsylvania hat die vierthöchste Zahl an Drogen-Überdosen in Amerika. Die Zahl der Todesopfer stieg von 2016 auf 2017 um 15 Prozent. Und mit Washington County liegt ein Kreis im 18. Wahlbezirk, der besonders stark betroffen ist, obwohl hier die Todeszahlen zuletzt leicht sanken.

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