https://www.faz.net/-gpf-acvd4

Früherer sambischer Präsident : Kenneth Kaunda, der letzte Gründervater

Kenneth Kaunda (ganz rechts) 1990 zusammen mit Nelson Mandela (l.) im Stadion der Freiheit in Lusaka Bild: AFP

Kenneth Kaunda, Gründer der Republik Sambia, war weit über das eigene Land hinaus beliebt. Er brachte Frieden und hatte dennoch seine dunklen Seiten. Jetzt ist er im Alter von 97 Jahren gestorben.

          3 Min.

          Ein „mächtiger Baum“ sei gefallen, das „große Herz Afrikas“ habe aufgehört zu schlagen: Als die Nachricht des Todes von Kenneth Kaunda am Donnerstagabend eintraf, füllten sich die sozialen Medien in Sekundenschnelle mit Kondolenzbekundungen aus ganz Afrika. Auch jüngere Afrikaner, die seine Amtszeit nicht miterlebt hatten, drückten mit starken Formulierungen ihre Verehrung für ihn aus. Der frühere Staatspräsident von Sambia war einer der letzten noch lebenden Gründerväter in Afrika aus der Zeit des Kampfes um die Unabhängigkeit und eine Leitfigur der Befreiungsbewegungen im Süden des Kontinents, ein charismatischer Mann mit starker Ausstrahlung und viel Charme.

          Claudia Bröll
          Freie Afrika-Korrespondentin mit Sitz in Kapstadt.

          Anfang der sechziger Jahre, als Sambia noch Nordrhodesien hieß und ein formell selbstverwaltetes britisches Protektorat war, kandidierte der Missionarssohn und Lehrer als Spitzenkandidat der United National Independence Party, wurde zum Minister für lokale Verwaltung und soziale Fragen ernannt. Der Posten machte ihn zu einem der einflussreichsten afrikanischen Politiker in der Zeit, ebnete den Weg an die Spitze der Regierung, als Großbritannien sich zurückzog. 1964 wurde Kaunda zunächst Premierminister von Nordrhodesien und im gleichen Jahr als erster Präsident der Republik Sambia vereidigt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Armin Laschet am 20. Juli in Bad Münstereifel

          CSU in Sorge : Kann das mit Laschet gut gehen?

          Die Werte für die Union fallen, die Nervosität wächst. In CDU und CSU hält mancher Armin Laschet für zu passiv. Und Markus Söder feuert wieder. Denn es gibt ein Schreckensszenario.
          Eine Schülerin einer Abschlussklasse wird im Impfzentrum an der Messe München geimpft.

          Leopoldina-Forscher Falk : „Klappe halten, impfen lassen“

          Spitzenforscher Armin Falk fordert eine Impfpflicht und findet, dass der Impfstatus bei der Triage eine Rolle spielen sollte. An Politiker, die sich nicht impfen lassen, hat er eine klare Ansage.