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Nach Wahl zum Likud-Chef : Netanjahu kündigt Annektierung im Westjordanland an

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Entschlossen: Benjamin Netanjahu Bild: dpa

Markige Worte von Benjamin Netanjahu nach seiner Wiederwahl als Likud-Chef: Er werde eine amerikanische Anerkennung der „Souveränität“ Israels im Jordantal und allen Siedlungen in Judäa und Samaria erzielen, verspricht er seinen Anhängern.

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          Nach seinem Sieg bei einer parteiinternen Wahl hat Israels rechtskonservativer Regierungschef Benjamin Netanjahu am Freitag weitreichende Schritte angekündigt.  „Wir werden eine US-Anerkennung unserer Souveränität im Jordantal und allen Siedlungen in Judäa und Samaria (Westjordanland) erzielen", sagte der abermals zum Likud-Parteivorsitzenden gewählte 70-Jährige in seiner Siegesansprache vor jubelnden Anhängern. Netanjahu versprach im Fall seines Siegs bei der Parlamentswahl am 2. März auch einen „historischen Verteidigungspakt“ mit den Vereinigten Staaten. Man werde außerdem „Iran endgültig stoppen“ und Friedensverträge mit den arabischen Staaten erzielen, sagte Netanjahu.

          Die rechtskonservative Likud-Partei hatte Netanjahu am Donnerstag abermals zum Vorsitzenden gewählt. Der 70-Jährige sprach am Freitag von einem „riesigen Sieg“. Er erzielte mit 72,5 Prozent der Stimmen einen klaren Vorsprung, wie die Likud-Partei mitteilte. Sein Herausforderer Gideon Saar (53) erhielt 27,5 Prozent.

          Saar gratulierte ihm zum Erfolg und sicherte ihm seine künftige Unterstützung zu. Rund 116.000 Parteimitglieder waren zu der Abstimmung aufgerufen, die Wahlbeteiligung lag bei knapp unter 50 Prozent. Netanjahu hatte sich der parteiinternen Wahl gestellt, obwohl er wegen einer Korruptionsanklage und zweifachem Scheitern bei der Regierungsbildung angeschlagen ist. Israel befindet sich wegen einer fortwährenden Pattsituation zwischen dem rechts-religiösen und dem Mitte-Links-Lager in einer politischen Krise.

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