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Nach Unruhen : Ausgangssperre in New York verlängert

  • Aktualisiert am

Bei den Protesten kam es auch zu Plünderungen - wie etwa in diesem Geschäft in New York. Bild: Reuters

Bis Sonntag wurde die strikte Regelung in New York verlängert. Dass sich die Demonstranten jedoch an die Ausgangssperre halten werden, gilt als unwahrscheinlich.

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          Die nächtliche Ausgangssperre in New York ist nach weiteren Ausschreitungen infolge der Tötung des Schwarzen George Floyd verlängert worden. Die Plünderungen seien inakzeptabel, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag in einer Pressekonferenz. Die von 20.00 Uhr bis 05.00 Uhr geltende Ausgangssperre gelte daher nunmehr bis Sonntag, um sicherzustellen, dass „es heute und heute Nacht, die ganze Woche Frieden und Ordnung in New York City gibt“. Am Montag war erstmals seit 1943 wieder eine Ausgangssperre in der Millionenmetropole verhängt worden. Die Gewalt ließ sich damit jedoch nicht verhindern.

          Dabei haben sich die Demonstranten in New York auch den zweiten Abend in Folge über eine Ausgangssperre hinweggesetzt. Der Nachrichtensender CNN zeigte Aufnahmen von andauernden friedlichen Protesten in mehreren Stadtteilen der Ostküstenmetropole. Auch die „New York Times“ berichtete, dass trotz der geltenden Ausgangssperre noch viele Demonstranten in den Straßen unterwegs waren. In der Hauptstadt Washington dauerten Proteste trotz abendlicher Ausgangssperre ebenfalls noch an.

          Seit Tagen kommt es in Los Angeles, New York, Washington und anderen amerikanischen Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser war der Tod Floyds in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am Montag vergangener Woche. In vielen Städten kam es zu Ausschreitungen und Plünderungen. Zahlreiche Großstädte haben daher nächtliche Ausgangssperren verhängt.

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