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Nach UN-Sanktionen : China drängt Nordkorea zum Dialog

  • Aktualisiert am

Chinas UN-Botschafter Liu Jieyi stimmt für die Sanktionen gegen Nordkorea. Bild: AP

Im Atomstreit mit dem Regime in Pjöngjang hat China alle Beteiligten zu weiteren Verhandlungen aufgerufen. Um Nordkorea zur Einsicht zu bringen, könnten Sanktionen „nicht das letzte Mittel“ sein.

          Im Atomstreit mit Nordkorea hat China alle Beteiligten zu weiteren Verhandlungen aufgerufen. „Unser Ziel ist es, alle in den Atomkonflikt involvierten Parteien an den Verhandlungstisch zurückzubringen und in Gesprächen Lösungen für eine Denuklearisierung Nordkoreas zu finden“, sagte Chinas Außenminister Wang Yi am Sonntag am Rande eines Treffens der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) in Manila. Nach den jüngsten Raketentests seien Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang zwar „notwendig“, aber „nicht das letzte Mittel“.

          Der UN-Sicherheitsrat hat am Samstag die bislang schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Das höchste UN-Gremium stimmte einstimmig für eine Resolution, die Ausfuhrverbote auf Kohle, Eisen, Eisenerz, Blei, Bleierz sowie Fisch und Meeresfrüchte enthält. Damit soll das kommunistisch regierte Land wirtschaftlich noch stärker unter Druck gesetzt werden.

          Die Asean-Staaten forderten Nordkorea angesichts der Entwicklung dazu auf, Selbstbeherrschung zu üben und die umstrittenen Raketentests sofort einzustellen. Die Außenminister der zehn Mitgliedstaaten äußerten am Samstag außerdem „ernste Bedenken“ angesichts wachsender Spannungen in der Region.

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