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Nach Trumps Infektion : Sprecherin des Weißen Hauses hat auch Corona

  • Aktualisiert am

Kayleigh McEnany Bild: AP

Nun ist auch der Corona-Test von Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany positiv. Sie will sich in Quarantäne begeben – Trump hingegen möchte zurück ins Weiße Haus.

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          Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach dem Ergebnis von Montag habe sie keine Symptome, schrieb die 32 Jahre alte McEnany auf Twitter. Von Donnerstag an sei sie täglich auf das Virus getestet worden und bisher sei das Ergebnis durchgehend negativ gewesen. Sie werde nun in Quarantäne gehen und von dort aus weiterarbeiten.

          McEnany war in den vergangenen Tagen weiterhin ihrer Arbeit im Weißen Haus nachgegangen und hatte außerhalb der Regierungszentrale auch mit Journalisten gesprochen. Auf einem Video von Sonntag war zu sehen, dass sie dabei keine Maske trug. Sie hatte das Tragen einer Maske einmal als „persönliche Entscheidung“ bezeichnet und immer wieder darauf verwiesen, regelmäßig getestet zu werden. Sie erklärte am Montag, medizinische Experten des Weißen Hauses führten keine Medienvertreter als enge Kontakte auf.

          Am Donnerstag hatte McEnany zuletzt eine Pressekonferenz im Weißen Haus vor Reportern gehalten. Dabei trug sie wie üblich keine Maske. Die Vereinigung der Korrespondenten im Weißen Haus hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der Ansteckungsgefahr kurz vor der Präsidentenwahl am 3. November zunehmend besorgt gezeigt und die Journalisten angemahnt, die Sicherheitsvorkehrungen zum eigenen Schutz und zum Schutz der Kollegen zu befolgen.

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          Am Freitagabend war der 74 Jahre alte Präsident Donald Trump nach seiner Infektion mit dem Coronavirus in das Walter-Reed-Krankenhaus gebracht worden. Seine Ärzte hatten am Sonntag gesagt, Trump habe am Freitag hohes Fieber gehabt und seine Sauerstoffsättigung im Blut sei zurückgegangen. Während dieser Zeit sei ihm Sauerstoff zugeführt worden. Seit Freitag sei er dann aber ohne Fieber. Ihm gehe es schon besser. Trump wolle noch am Montag unbedingt aus der Klinik entlassen werden, sagte der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, bei Fox News.

          Trat häufig auch ohne Maske auf: Sprecherin Kayleigh McEnany
          Trat häufig auch ohne Maske auf: Sprecherin Kayleigh McEnany : Bild: AP

          Seit der Bekanntgabe von Trumps Corona-Infektion in der Nacht zum Freitag wächst die Zahl der positiven Fälle im Umfeld des Präsidenten. Betroffen sind unter anderem drei republikanische Senatoren, Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien, sein Wahlkampfberater Chris Christie, Trumps Ex-Beraterin Kellyanne Conway und die Vorsitzende der Republikanischen Partei, Ronna McDaniel.

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