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Nach Terroranschlag : Kenia will weltgrößtes Flüchtlingslager schließen

  • Aktualisiert am

Im Lager wird Speiseöl an die Flüchtlinge ausgegeben. Bild: Helmut Fricke

Rund 350.000 Menschen sind in den Flüchtlingscamps von Dadaab untergebracht. Nach dem Terrorangriff von vergangener Woche setzt Kenia dem UN-Hilfswerk nun eine Frist: Innerhalb von drei Monaten müsse das Lager geräumt werden.

          Rund eine Woche nach dem Terroranschlag mit mehr als 150 Toten im Norden Kenias will das ostafrikanische Land das weltgrößte Flüchtlingslager Dadaab nahe der somalischen Grenze schließen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk müsse das Lager mit mehr als 350.000 Bewohnern innerhalb von drei Monaten schließen und nach Somalia verlagern, erklärte Vizepräsident William Ruto am Samstag.

          Sollte das UNHCR der Aufforderung nicht nachkommen, würde Kenia die Flüchtlinge selbst umsiedeln. Ein Sprecher der Organisation sagte, bislang sei man über den Beschluss der Regierung nicht offiziell unterrichtet worden.

          Die Dadaab-Flüchtlingscamps beherbergen seit über 20 Jahren vor allem Somalis, die vor Bürgerkriegswirren und islamistischem Terrorismus in ihrem Heimatland geflohen sind. Die somalische Terrororganisation Al-Shabaab hat sich zu dem Anschlag in Garissa vom Gründonnerstag mit mehr als 150 Toten bekannt. Die Islamisten verüben immer wieder Anschläge in Kenia.

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