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Nach Taiwanbesuch : Pelosi nennt Xi einen Rüpel

Die „Sprecherin“ des amerikanischen Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi (links) mit der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen am 3. August in Taipeh Bild: EPA

In ihren ersten Interviews nach ihrer Asienreise verteidigt Nancy Pelosi ihren Zwischenstopp in Taiwan. China dürfe das Land nicht isolieren. Ungeachtet einer früheren Aussage setzt Peking seine Manöver fort.

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          Angesichts der militärischen Spannungen zwischen China und Taiwan hat die „Sprecherin“ des amerikanischen Repräsentantenhauses ihren Taiwanbesuch in der vergangenen Woche verteidigt. Nur weil der chinesische Präsident Xi Jinping „seine eigenen Unsicherheiten hat, heißt das noch nicht, dass ich ihn meinen Terminplan für Kongressabgeordnete machen lasse“, sagte sie in einer Sendung des Fernsehsenders NBC, in ihrem ersten Interview seit ihrer Rückkehr von ihrer Asienreise. Darin verteidigte sie ihren Zwischenstopp in Taipeh, der China verärgert hat und auf den Peking mit militärischen Übungen nahe Taiwan reagiert hat.

          Tim Niendorf
          Politikredakteur.

          Es dürfe nicht angehen, dass Chinas Präsident Taiwan isoliere. Xi sei wohl derzeit in einer schwachen Position. „Er benimmt sich wie ein verängstigter Rüpel“, sagte sie in einem weiteren Interview mit dem Sender MSNBC. Ihre Reise habe dazu dienen sollen, den Blick des amerikanischen Präsidenten auf die Region zu lenken. Joe Biden war vor ihrem Abflug aber auf Distanz zu Pelosi und ihrem Vorhaben gegangen.

          Der taiwanische Außenminister Joseph Wu hatte Pelosi zuvor in einem Interview mit dem Sender CNN vor Kritik in Schutz genommen. Es sei im Interesse seines Landes, Unterstützer aus Übersee zu empfangen, um Pekings Versuchen, den Inselstaat zu isolieren, entgegenzutreten. China dürfe Taiwan nicht vorschreiben, wen es willkommen heißt. Die Bedrohung Chinas für sein Land sei gleichwohl „ernster denn je“, die Lage habe sich in den vergangenen Jahren verschlechtert, schon vor dem Besuch Pelosis also.

          China setzte am Dienstag seine Militärmanöver – als Antwort auf Pelosis Taiwanbesuch – fort, obwohl es in der vergangenen Woche geheißen hatte, diese würden nur bis Sonntag andauern. Wie die chinesische Armee mitteilte, habe der Fokus „auf der Organisation gemeinsamer U-Boot-Abwehr- und Seeangriffsoperationen“ gelegen. Auch seien Schießübungen im Südchinesischen Meer und im Gelben Meer abgehalten worden. Das taiwanische Militär wiederum übte im südlichstem Landkreis Pingtung die Abwehr eines möglichen Angriffs, die Übung dauerte nach Angaben des Militärs eine Stunde und sei schon länger geplant gewesen.

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