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Nach Scheinreferenden : Russische Besatzer bitten Putin um Anschluss

Angeblich breite Unterstützung: Der Luhansker Separatistenführer Leonid Pasetschnik bei der Verkündung von „Ergebnissen“ des Referendums Bild: AP

Anführer der russischen Besatzer erklären, sie hätten sich an den russischen Präsidenten Putin gewandt. Während Moskau einen Fahrplan für die Annexionen skizziert, kündigt die Ukraine an, weiterzukämpfen.

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          Nach der Abhaltung von „Referenden“ in den von russischen Truppen besetzten Gebieten in der Ukraine bitten die Vertreter der dortigen Besatzer um einen Anschluss an Russland. Das „Oberhaupt“ der „Volksrepublik Luhansk“, Leonid Pasetschnik, sagte am Mittwoch, er habe den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit diesem Anliegen angerufen. Der Anführer der russischen Besatzer im Gebiet Cherson, Wladimir Saldo, erklärte ebenfalls, er habe sich an Putin gewandt. Die Bewohner seiner Region hätten eine „historische Entscheidung“ zugunsten Russlands getroffen, schrieb er.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.
          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Die angeblichen Ergebnisse der Befragungen waren in der Nacht zum Mittwoch veröffentlicht worden. Demnach stimmten in den ganz oder teilweise besetzten Gebieten Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson zwischen 87 und gut 99 Prozent der Bevölkerung für einen Anschluss.

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