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Nach neuen Sanktionen : Russland warnt Amerika vor „Spiel mit dem Feuer“

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Spannungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten: Russland kritisierte nun die verschärften Sanktionen Amerikas scharf. Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten haben gegen Russland abermals Sanktionen verhängt, unter anderem gegen den Chef des Militärgeheimdienstes. Auch China ist wegen Waffengeschäften mit Moskau von den Strafmaßnahmen betroffen.

          Russland hat die verschärften Sanktionen der Vereinigten Staaten von Amerika scharf kritisiert. „Mit dem Feuer zu spielen ist dumm, denn es kann gefährlich werden“, erklärte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Freitag. Amerika sollte sich an das „Konzept der globalen Stabilität“ erinnern, anstatt es „gedankenlos zu untergraben“ und Spannungen im amerikanisch-russischen Verhältnis anzufachen.

          Die Regierung des amerikanischen Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag insgesamt 33 Einzelpersonen und Einrichtungen aus dem Bereich der russischen Streitkräfte und Geheimdienste auf eine schwarze Liste gesetzt. Die Liste wurde damit auf insgesamt 72 Einzelpersonen und Organisationen erweitert.

          Im Einzelnen richten sich die Maßnahmen unter anderem gegen den Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Korobow, und dessen Stellvertreter Sergej Gisunow. Auch Oboronlogistika, eine Beschaffungsfirma des russischen Verteidigungsministeriums, sowie der größte russische Flugzeugbauer KNAAP gehören zu den Zielscheiben.

          Begründet wurden die neuen Sanktionen mit „bösartigen Aktivitäten“ Russlands, womit unter anderem die mutmaßlichen Einmischungen in den amerikanischen Wahlkampf 2016 und die Interventionen in der Ukraine gemeint sind. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe zurück. Die Sanktionen zielen darauf ab, die geschäftlichen Aktivitäten dieser Einzelpersonen und Organisationen einzuschränken. Sicherheitsexperten zeigten sich allerdings überzeugt, dass die Sanktionen lediglich symbolischer Natur seien.

          Auch gegen Unternehmen aus China verhängten die Vereinigten Staaten am Freitag weitere Sanktionen. Die Strafmaßnahmen richteten sich gegen die für Waffen und Ausrüstung zuständige Entwicklungsabteilung des chinesischem Militärs und deren Leiter, Li Shangfu, teilte das Außenministerium in Washington am Donnerstag mit.

          Grund seien Geschäfte zum Kauf von zehn russischen Kampfjets vom Typ SU-35 und dem Boden-Luft-Raketensystem S-400. Anderen wird verboten, mit den Betroffenen Geschäfte zu machen. Li Shangfu und seine Abteilung dürfen keine Exportlizenzen mehr beantragen und nicht mehr am amerikanischen Finanzsystem teilhaben. Das chinesische Außenministerium forderte am Freitag die Rücknahme der Sanktionen.

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