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Sabotage in Atomanlage Natans : Rückschlag für Iran

Irans Präsident Hassan Rohani im Juli 2018 Bild: dpa

Israel setzt seine Schläge gegen Irans Atomprogramm fort und greift die Atomanlage Natans an. Sollte Washington davon gewusst haben, wäre das ein deutliches Signal an Teheran.

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          Der schwerwiegende Zwischenfall in der Urananreicherungsanlage Natans ist eine weitere Etappe im anhaltenden Kleinkrieg zwischen Israel und Iran. Ob Sabotage, Schadprogramm oder Attentat: Immer ist es das Ziel, den Fortgang des iranischen Atomprogramms zu verhindern.

          Am Sonntag waren wohl elektronische Waffen aus dem Arsenal des Cyberkriegs im Einsatz. Sie haben eine Explosion herbeigeführt, die die Produktion von Zentrifugen angeblich um neun Monate zurückwirft. Dabei war erst am Vortag eine neue Produktionsstätte für Zentrifugen eröffnet worden, die eine zuvor zerstörte Anlage ersetzen sollte.

          Israel macht kein Hehl daraus, dass es das iranische Atomprogramm torpediert und an einem Erfolg der neuen Verhandlungen in Wien kein Interesse hat. Die Explosion von Natans erhöht denn auch den Druck der Hardliner auf den scheidenden Präsidenten Rohani, „angemessen“ zu reagieren und in Wien keine Zugeständnisse zu machen. So können aber die Sanktionen nicht aufgehoben werden, was wiederum Wasser auf die Mühlen der Hardliner ist, die die Konfrontation suchen.

          Andererseits will Washington einen Erfolg in Wien. Unklar ist vorerst, ob Israel den Angriff mit Washington abgestimmt hat. Sollte das der Fall gewesen sein, wäre es ein Signal, das Spiel Teherans, mit immer neuen Verstößen gegen das Abkommen von 2015 zu provozieren, nicht länger mitzumachen. „Nach Natans“ sind die Wiener Verhandlungen jedenfalls noch komplizierter geworden.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

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