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Nach Raketentests in Amerika : Nordkorea warnt vor „neuem kalten Krieg“

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Das amerikanische Militär hat nach eigenen Angaben am 18. August 2019 einen Marschflugkörper auf der kalifornischen Insel San Nicolas getestet. Bild: AFP

Russland und China haben den UN-Sicherheitsrat bereits angerufen, nun warnt Nordkorea vor weiteren „gefährlichen Schritten“ Washingtons. Der amerikanische Verteidigungsminister hatte zuvor davon gesprochen, Marschflugkörper in Asien zu stationieren.

          Nordkorea hat die jüngsten Raketentests der Amerikaner als gefährliche Schritte bezeichnet. Auch die Pläne, Kampfflugzeuge vom Typ F-35 sowie weitere Militärausrüstung rund um die koreanische Halbinsel seien zudem Schritte, die einen „neuen kalten Krieg“ in der Region auslösen könnten, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Donnerstag zufolge. Nordkorea halte daran fest, Streitthemen durch Dialog und Verhandlungen zu lösen. Ein Dialog, der von militärischer Bedrohung begleitet werde, „ist aber nicht in unserem Interesse“.

          Seit dem gescheiterten Gipfel des amerikanischen Präsidenten Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Vietnam liegen Gespräche auf Arbeitsebene auf Eis. Der amerikanische Unterhändler für Nordkorea Stephen Biegun befindet sich derzeit in Südkorea. Die Vereinigten Staaten seien bereit zu Gesprächen, sobald sie entsprechende Signale aus Nordkorea erhielten, sagte er am Mittwoch.

          Russland und China fordern wegen der jüngsten amerikanischen Raketenpläne eine Sondersitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Bei dem Treffen am Donnerstag solle über „Erklärungen von amerikanischen Regierungsvertretern zu ihren Plänen, Mittelstreckenraketen zu entwickeln und zu stationieren“ gesprochen werden, heißt es in dem Antrag. Der für Abrüstung zuständige UN-Vertreter Izumi Nakamitsu solle das Gremium informieren.

          Esper: „Schlechtes Verhalten der Chinesen abwehren“

          Am Montag hat das amerikanische Verteidigungsministerium erklärt, erstmals seit dem Ausscheiden der Vereinigten Staaten aus dem Abrüstungsabkommen INF eine Mittelstreckenrakete getestet zu haben. Der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper deutete am Mittwoch dem Sender Fox News gegenüber an, dass der Test vor allem an China gerichtet sei: „Wir wollen sicherstellen, dass wir, wenn wir müssen, die Fähigkeit haben, schlechtes Verhalten der Chinesen abzuwehren.“ Bei einem Besuch in Australien hatte Esper erklärt, er sei dafür, relativ bald landgestützte Marschflugkörper in Asien zu stationieren.

          Der INF-Vertrag war 1987 zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion geschlossen worden und sah den Verzicht auf landgestützte Marschflugkörper und Raketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern Reichweite vor. Damit sollten Möglichkeiten beider Länder verringert werden, einen Atomangriff mit sehr kurzer Vorlaufzeit durchzuführen. Die Vereinigten Staaten hatten Russland vorgeworfen, gegen die Abmachung verstoßen zu haben. Die Regierung in Moskau weist das zurück. Unter dem Abkommen wäre der jetzige Test verboten gewesen.

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