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Nach Operation im Jemen : Pentagon veröffentlicht altes Video von Al Qaida

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Das Pentagon ist wegen des Jemen-Einsatzes in Erklärungsnot. Bild: AP

Das Pentagon muss sich ohnehin schon gegen Kritik an einer Kommando-Operation im Jemen wehren. Nun hat das amerikanische Verteidigungsministerium auch einen Fehler in der Nachlese zugegeben.

          Nach einer umstrittenen Kommandoaktion des amerikanischen Militärs im Jemen ist dem Pentagon eine Panne unterlaufen. Das Verteidigungsministerium hatte nach dem Einsatz ein Video des Terrornetzwerks Al Qaida veröffentlicht, das als Beispiel für die bei der Operation gesicherten sensiblen Informationen dienen sollte. Wenig später am Freitag gab ein Sprecher des Militärs jedoch zu, dass die Clips schon früher im Internet kursierten und alt sind.

          Daraufhin wurden sie von einer Internetseite des Pentagons gelöscht. Man habe nicht den Eindruck erwecken wollen, dass man alte Videos verbreite, sagte der Sprecher des Zentralkommandos. Seinen Angaben zufolge wurden die Aufnahmen ohne eingehende Prüfung verbreitet.

          Wegen der Operation am 29. Januar in der Provinz Al Baida steht das amerikanischen Militär in der Kritik. Am Mittwoch teilte das Zentralkommando mit, dass dabei wahrscheinlich auch Zivilisten getötet wurden. Außerdem wurden 14 Kämpfer von Al Qaida sowie ein amerikanischer Soldat getötet.

          Die Kommandoaktion war die erste, die Präsident Donald Trump in seiner noch jungen Amtszeit autorisiert hatte. Der Einsatz war jedoch bereits unter der Vorgängerregierung geplant worden.

          Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) ist der mächtigste Ableger des weltweit agierenden Terrornetzwerkes. In den vom Pentagon veröffentlichten Videos ist ein Mann in weißer Robe und schwarzer Maske zu sehen, der erklärt, wie man eine Bombe baut. Die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group hatte die Aufnahmen im Jahr 2007 veröffentlicht.

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