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Nach Rettung im Golf von Oman : Crew-Mitglieder danken Iran offenbar für seine Gastfreundschaft

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Das Feuer auf dem brennenden Öltanker im Golf von Oman ist mittlerweile gelöscht. Bild: dpa

Im iranischen Staatsfernsehen zeigen sich offenbar gerettete Crew-Mitglieder eines der attackierten Öltanker „bei guter Gesundheit“. Amerikas Präsident Trump heizt den Konflikt beider Länder unterdessen in einem Interview abermals an.

          Das iranische Staatsfernsehen hat die angebliche Besatzung eines der am Donnerstag im Golf von Oman attackierten Öltanker gezeigt und versichert, die Crew-Mitglieder seien bei „guter Gesundheit“. „Alles ist okay“, sagt ein Mann in dem am Freitag vom englischsprachigen Sender Press TV veröffentlichen Video, der sich als Russe und erster Offizier des norwegischen Tankers „Front Altair“ vorstellt. Er dankte Iran für seine „Gastfreundschaft“. In dem Video sind insgesamt 23 mögliche Besatzungsmitglieder zu sehen, wie sie in einem Raum Fernsehen schauen. Laut Press TV handelt es sich um elf Russen, elf Philippiner und einen Georgier.

          Die iranische Nachrichtenagentur Irna hatte am Donnerstag gemeldet, die iranische Marine habe nach den Angriffen auf die „Front Altair“ und die „Kokuka Courageous“ 44 Seeleute gerettet und in den iranischen Hafen Bandar-e Dschask gebracht. Die amerikanische Marine erklärte dagegen, dass die 21 Crew-Mitglieder der „Kokuka Courageous“ von einem niederländischen Schlepper aufgegriffen und anschließend auf einen amerikanischen Zerstörer gebracht worden seien.

          „Das riecht förmlich nach Iran“

          Unterdessen hat Amerikas Präsident Donald Trump bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten Iran für den Urheber der mutmaßlichen Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman halten. „Sie haben es getan“, sagte Trump in einem Telefoninterview des Senders Fox News. „Nunja, der Iran hat es getan, und sie haben es, wissen Sie, getan, weil man das Schiff gesehen hat“, sagte er mit Blick auf ein Video, das die Vereinigten Staaten am Vortag zur Verfügung gestellt hatten. Und er fügte hinzu: „Sie wollten nicht, dass Beweise zurückbleiben. Das riecht förmlich nach Iran.“

          Das Video soll die amerikanische These einer iranischen Urheberschaft bestätigen, liefert tatsächlich jedoch keine Beweise. Es soll zeigen, wie iranische Kräfte eine Magnetmine von einem der Schiffe entfernen. Die Bilder stammen von einem Zeitpunkt nach den Explosionen. Fox News berichtete anschließend unter Berufung auf das amerikanische Verteidigungsministerium, es gebe Hinweise, dass eine der beiden Tanker-Besatzungen zunächst von einem Handelsschiff gerettet, dann aber von iranischen Kräften übernommen worden sei.

          Die Gefahr einer Schließung der strategisch wichtigen Meerenge von Hormus durch Iran schloss Trump in dem Interview aus. „Sie wird nicht geschlossen, sie wird für lange Zeit nicht geschlossen, und das wissen sie“, sagte Trump. Dies sei der Regierung in Teheran „mit sehr deutlichen Worten“ gesagt worden.

          Darüber hinaus konnte das Feuer auf dem norwegischen Öltanker „Front Altair“ mittlerweile gelöscht werden. Das teilte die Reederei Frontline am Freitag mit. Das Schiff liege stabil und es sei bislang keine Verschmutzung des Wassers festgestellt worden. Im Laufe des Tages werde ein Bergungsschlepper erwartet. Den 23 Besatzungsmitgliedern gehe es gut. Nach Angaben von Frontline soll im Laufe des Samstags ein weiteres Spezialistenteam vor Ort eintreffen, um die Schäden an der „Front Altair“ genauer zu untersuchen.

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