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Wegen Mordes an Boris Nemzow : Amerika verhängt Sanktionen gegen fünf Russen

  • Aktualisiert am

Bilder des ermordeten Journalisten Boris Nemzow werden bei einem Gedenkmarsch in Moskau im Februar gezeigt. Bild: EPA

Die Sanktionen werden wegen Verstößen gegen die Menschenrechte verhängt und damit nun Einreisesperren verhängt und Konten eingefroren. Einer der betroffenen soll am Mord an Boris Nemzow beteiligt gewesen sein.

          Die Vereinigten Staaten haben wegen des Vorwurfs massiver Menschenrechtsverstöße Sanktionen gegen mehrere Russen verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen fünf Einzelpersonen und eine Einrichtung, wie das Außenministerium am Donnerstag bei der Übergabe eines Berichts zu Menschenrechtsverletzungen an den Kongress mitteilte. Sie stehen unter anderem im Zusammenhang mit der Ermordung des Oppositionspolitikers Boris Nemzow im Jahr 2015.

          Die Sanktionen wurden auf der Grundlage des sogenannten Magnitskij-Gesetzes verhängt. Das Gesetz ist nach dem Anwalt Sergej Magnitskij benannt, der 2009 in russischer Haft gestorben war – nach offiziellen Angaben an Herzversagen. Magnitskij arbeitete für die Investment-Firma Hermitage Capital Management, gegen die in Steuersachen ermittelt wurde. Er war mehr als ein Jahr in Untersuchungshaft. Sein Ersuchen um medizinische Betreuung wurde abgelehnt.

          Unter den nun Sanktionierten ist Ruslan Geremejew, ein Mitarbeiter des russischen Innenministeriums in Tschetschenien. Er gilt als enger Vertrauter des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow. Geremejew soll die Ermordung des Kremlkritikers Nemzow mit organisiert haben. Nach amerikanischen Angaben wurden die Ermittlungen der russischen Staatsanwaltschaft gegen ihn bislang abgeblockt. Mit den Sanktionen werden gegen die Betroffenen Einreiseverbote verhängt, außerdem werden ihre Konten in den Vereinigten Staaten gesperrt.

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