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Nach Kämpfen mit 22 Toten : Innenministerin von Mazedonien tritt zurück

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Mazedoniens Innenministerin Gordana Jankuloska am Sarg eines bei den Kämpfen im Land getöteten Polizisten Bild: Reuters

Nach den blutigen Kämpfen am Wochenende ist Mazedoniens Innenministerin zurückgetreten. In dem Balkanstaat mehren sich die Stimmen, die die Schuld albanischer Terroristen an den Gefechten bezweifeln.

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          Nach zweitägigen schweren Kämpfen in Mazedonien muss Innenministerin Gordana Jankuloska zurücktreten. Das habe Regierungschef Nikola Gruevski entschieden, berichteten die Medien am Dienstag übereinstimmend in Skopje. Der Ministerin waren schwere Fehler bei der Polizeiaktion gegen bewaffnete Albaner am Wochenende in der Stadt Kumanovo, wo es 22 Toten und 37 Verletzten gegeben hatte, angelastet worden. Mit ihr mussten auch Transportminister Mile Janakieski und der Geheimdienstchef des Landes gehen.

          Acht Polizisten und 14 Kämpfer starben, als die Polizei am Samstagmorgen in einem mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnten Viertel gegen eine schwerbewaffnete Gruppe vorging. Erst nach zweitägigen Gefechten gelang es der Polizei, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Nach Angaben der Regierung bestand die Gruppe aus ethnischen Albanern aus Mazedonien, dem Kosovo und Albanien und war aus einem Nachbarland nach Mazedonien eingedrungen.

          Jedoch mehrten sich Indizien, dass die Regierung die Kämpfe möglicherweise gezielt organisiert haben könnte. Der pensionierte mazedonische General Ilija Nikolovski wiederholte seine These, bei den Bewaffneten habe es sich nicht um Terroristen gehandelt, wie von der Regierung behauptet, sondern um bezahlte Söldner. Es sei unmöglich, dass die Dutzenden Albaner derart große Mengen Waffen unbemerkt ins Land hätten bringen können, sagte er weiter.

          Auch das Portal „Libertas“ kritisierte, es gebe vonseiten der Regierung nur Desinformation. Die Behörden hätten bisher noch keinen einzigen Beweis für ihre Behauptung erbracht, es habe sich um erfahrene Terroristen gehandelt. Weder die Innenministerin noch der Regierungschef oder hohe Polizeigeneräle hätten sich bei der Polizeiaktion in Kumanovo blicken lassen. Zudem gebe es bis heute keine offizielle Untersuchung der schweren Kämpfe.

          Die sozialdemokratische Opposition, die seit über einem Jahr wegen angeblicher massiver Wahlfälschung das Parlament boykottiert, hat für Sonntag in Skopje zu Massenprotesten zum Sturz von Regierungschef Nikola Gruevski aufgerufen.

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