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Nach Hurrikan Dorian : In der Hölle von Abaco

  • -Aktualisiert am

Die mühsamen Aufräumarbeiten und Bergungen halten an: Helfer tragen einen Toten aus den Trümmern von „The Mud“ Bild: Reuters

Im Slum von Marsh Harbour steht nichts mehr. Unter den Trümmern vermuten Anwohner Hunderte Opfer des Hurrikans, doch die Bergungsarbeiten stocken, wegen überfluteter Häfen und Landebahnen – tut die bahamaische Regierung genug?

          7 Min.

          Vom Krankenhaus in Marsh Harbour aus eröffnet sich der Blick auf eine unwirkliche Szenerie. Das Hospital liegt auf einer Anhöhe, die eigentlich eine gute Übersicht über die Stadt Great Abacos bietet. Doch jetzt verschwimmt alles. Und das liegt nicht nur an der flirrenden Sonne über der Bahamas-Insel. Es ist keine Struktur mehr zu erkennen. Über Hunderte Meter reiht sich Schutthaufen an Schutthaufen.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          So muss der Weltuntergang aussehen: Umgestoßene Autos und entwurzelte Palmen liegen neben Bretterteilen und verbogenen Wellblechen. Wind und Wellen haben Sträucher, Trümmerteile, Plastikcontainer und sonstigen Hausrat zu riesigen Müllhaufen aufgetürmt. Einer dieser Haufen hat einen Pritschenwagen begraben. Auf einem anderen liegt ein Holzboot. Es gibt Teile Marsh Harbours, in denen noch einige, stark beschädigte Häuser stehen. In diesem Viertel aber steht nichts mehr. „The Mud“, wie der ehemalige Slum der Stadt bezeichnenderweise hieß, ist vollständig zerstört.

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