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Nordkorea und Amerika : Die Verhandlungen über die Rückführung getöteter Soldaten sind angelaufen

  • Aktualisiert am

Ziemlich beste Freunde? Kim Jong-un und Donald Trump bei ihrem ersten persönlichen Treffen im Juni 2018 Bild: AP

Bei ihrem Gipfeltreffen haben Donald Trump und Kim Jong-un vereinbart, Gebeine im Koreakrieg getöteter amerikanischer Soldaten nach Amerika zu bringen. Die Verhandlungen haben begonnen – offenbar mit Anlaufschwierigkeiten.

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          Vertreter der nordkoreanischen und der amerikanischen Armee sind laut südkoreanischen Medienberichten zu Gesprächen über die Rückführung von im Koreakrieg getöteten Soldaten zusammengekommen. Das Treffen fand am Sonntag im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea statt, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Verweis auf Regierungskreise in Seoul meldete. Die Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang über die Rückführung seien „im Gange“, sagte demnach ein südkoreanischer Regierungsvertreter.

          Fernsehbilder zeigten Fahrzeuge mit Plaketten der amerikanischen Armee, die offenbar Vertreter Washingtons zu dem Grenzort brachten. Die Übergabe der sterblichen Überreste von Soldaten war bei dem Gipfeltreffen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Juni in Singapur vereinbart worden.

          Die Gespräche waren nach Angaben von Außenminister Mike Pompeo ursprünglich bereits für Donnerstag angesetzt. Die nordkoreanische Seite sei allerdings nicht erschienen und habe angeboten, das Treffen am Sonntag nachzuholen, sagte Heather Nauert, Sprecherin des Außenministeriums in Washington. Während der vergangenen Wochen sollen Berichten zufolge dutzende Holzsärge an die südkoreanische Seite der Grenze gebracht worden sein.

          Im Korea-Krieg von 1950 bis 1953 wurden mehr als 35.000 amerikanische Soldaten getötet. 7700 gelten nach Angaben des Pentagon noch als vermisst, darunter allein 5300 in Nordkorea. Nordkorea hat demnach in Aussicht gestellt, sterbliche Überreste von 200 im Koreakrieg gestorbenen Soldaten übergeben zu können.

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