https://www.faz.net/-gpf-9796a

Nach Explosion an Grenzzaun : Israel greift Ziele im Gazastreifen an

  • Aktualisiert am

Israelische Soldaten stehen am 17. Februar 2018 am Grenzzaun zum Gazastreifen Bild: Reuters

Nachdem ein Sprengsatz vier isralische Soldaten verletzt hat, attackierten israelische Kampfjets Stützpunkte der Hamas: einer der schwerwiegendsten Zwischenfälle an der Grenze zu Gaza seit 2014.

          Als Reaktion auf eine Explosion an der Grenze zum Gazastreifen hat die israelische Armee am Samstagabend Ziele in der palästinensischen Enklave angegriffen. Nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte wurden drei Hamas-Stützpunkte aus der Luft angegriffen. Die israelische Armee erklärte, Kampfjets hätten sechs „militärische Ziele“ attackiert. Am Samstagnachmittag waren nach Angaben der Armee vier Soldaten verletzt worden, als ein Sprengsatz am Grenzzaun zum Gazastreifen detonierte.

          Zwei der Soldaten seien schwer verletzt, ihr Leben sei aber nicht in Gefahr, sagte ein Armeesprecher. Es war einer der gravierendsten Zwischenfälle an der Grenze seit dem Krieg zwischen der radikalislamischen Hamas-Organisation und Israel im Jahr 2014. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz aufhielt, bezeichnete den Vorfall als „sehr ernst“ und kündigte eine „angemessene Reaktion“ an.

          Die Detonation ereignete sich nach palästinensischen Angaben östlich von Chan Junis. Direkt danach schossen israelische Soldaten von einem Panzer aus auf einen „Wachposten“ im südlichen Gazastreifen, wie die Armee mitteilte. Die Luftangriffe am Samstagabend zielten demnach unter anderem auf einen Tunnel in der Gegend von Zaitun sowie auf Militärgelände nahe Deir al-Balah und Chan Junis. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei zwei Menschen verletzt.

          Die israelische Armee machte wie üblich bei Angriffen vom Gazastreifen aus die Hamas für die Explosion verantwortlich. Vom Gazastreifen aus gibt es immer wieder auch Raketenangriffe auf israelisches Territorium. Israel reagiert jedes Mal mit Vergeltungsangriffen.

          Die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump im Dezember hat die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern nochmals verschärft.

          Weitere Themen

          AfD im Osten stärkste Partei

          Sonntagsfrage : AfD im Osten stärkste Partei

          Fast ein Viertel der ostdeutschen Wähler würde sich im Fall einer Bundestagswahl für die AfD entscheiden. Die Union fällt laut Umfrage unter eine wichtige Marke, die SPD landet hinter den Grünen.

          Gelbwesten kritisieren Notre-Dame-Spenden Video-Seite öffnen

          Paris : Gelbwesten kritisieren Notre-Dame-Spenden

          Mehrere milliardenschwere Unternehmerfamilien hatten sich nach dem Brand der Kirche mit Spendenzusagen förmlich überboten. Die Demonstranten kritisieren nun, dass ihrer Bewegung derartige Spenden nicht angeboten werden.

          Topmeldungen

          Teilnehmer einer AfD-Demonstration in Rostock vergangenen Dezember

          Sonntagsfrage : AfD im Osten stärkste Partei

          Fast ein Viertel der ostdeutschen Wähler würde sich im Fall einer Bundestagswahl für die AfD entscheiden. Die Union fällt laut Umfrage unter eine wichtige Marke, die SPD landet hinter den Grünen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.