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Nach dem Brand in Moria : Zwischen Zynikern und Moralaposteln

Proteste nach dem Brand in Moria nahe einem neuen provisorischen Auffanglager auf Lesbos. Bild: EPA

Im Fall Moria zeigt sich: Migration ist nicht zu unterdrücken, aber auch kein heiliges Gut. In der Politik muss es um praktische Lösungen gehen, auch wenn Idealvorstellungen dahinterstecken.

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          Es gibt eine zynische Logik des Wegsehens im Fall Moria: Kümmere man sich zu sehr um die obdachlosen Migranten, so die Apologeten der Abschottung, seien die nächste Brandstiftung und der Freifahrtschein aufs Festland der EU programmiert. Das andere Extrem: Es sei Platz für alle in Deutschland, so die Verfechter freier Migration, also warum nicht alle Migranten von Lesbos und gleich noch von Samos, Leros und Chios hierher holen? Es sind die altbekannten Extreme aus den Tagen der Flüchtlingskrise und Asyldebatten, das eine so moralisierend und polarisierend wie das andere, beide vielleicht kampagnenfähig, aber unfähig, sich auf Politik einzulassen.

          Wie könnte die aussehen? An erster Stelle politischer Überlegungen muss Griechenland stehen. Was kann und muss es selbst tun, wie kann ihm dabei geholfen werden? Vor allem aber: Was kann es nicht selbst tun? Derzeit bürdet die EU den Griechen ein asylpolitisches Grenzregime auf, das nur nach einer Seite offen ist, in die Agäis. Eine geregelte Verteilung in der EU gibt es nicht; darüber wird seit den Tagen des Schengener Abkommens gestritten, also schon dreißig Jahre lang.

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