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Nach Besuch im Parlament : Norwegen nimmt mutmaßlichen russischen Spion fest

  • Aktualisiert am

Die norwegische Flagge weht über dem Parlament in Oslo. Dort hatte der mutmaßliche Spion zuvor einen Kongress besucht. Bild: Reuters

Weil er sich verdächtig verhielt, nahmen die Behörden den Mann am Osloer Flughafen fest. Zuvor hatte er einen Kongress im norwegischen Parlament besucht.

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          Ein Russe ist in Norwegen wegen mutmaßlicher Spionage festgenommen worden. Das Außenministerium in Moskau wie die russische Botschaft in Oslo bestätigten am Sonntag die Festnahme des 51-Jährigen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Botschaft betreue den Mann konsularisch. Nach norwegischen Medienberichten wurde er am Freitag am Osloer Flughafen Gardermoen festgehalten, nachdem er ein internationales Seminar im norwegischen Parlament besucht hatte.

          Bei dem Treffen im Storting [dem Namen des Parlaments, Anm. d. Red.] habe sich der Russe verdächtig verhalten. Daraufhin sei der norwegische Geheimdienst PST eingeschaltet worden. Auf der Konferenz des Europäischen Zentrums für parlamentarische Wissenschaft und Dokumentation (EZPWD) war es unter anderem um Cybersicherheit gegangen.

          Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg sagte am Sonntag in New York, sie sei über die Festnahme informiert, wolle diese aber nicht weiter kommentieren. Dies sei eine Angelegenheit der Strafverfolgungsbehörden.

          Die Zeitung „Verdens Gang“ zitierte auch den Anwalt eines wegen Spionage in Russland inhaftierten Norwegers, eines ehemaligen Grenzbeamten aus der Stadt Kirkenes im Norden. Er hoffe, dass es zu einem Austausch kommen könne, sagte der Jurist.

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