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Erschossene Journalistin : Vier Männer nach Tod von Lyra McKee festgenommen

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„Es wird nicht immer so sein. Es wird besser werden“: Mit diesem Zitat wird in Belfast an die getötete Journalistin Lyra McKee erinnert. Bild: AFP

Im nordirischen Derry durchsuchen Polizisten Häuser und nehmen vier Verdächtige fest. Zu der Tat vor drei Wochen hatte sich die paramilitärische Splittergruppe New IRA bekannt.

          Drei Wochen nach dem gewaltsamen Tod der Journalistin Lyra McKee während Ausschreitungen im nordirischen Derry sind am Donnerstag vier Männer festgenommen worden. Kriminalbeamte hätten vier Häuser in der Stadt durchsucht und vier Menschen festgenommen, sagte der leitende Kommissar Jason Murphy von der Polizei Nordirland. Die Männer im Alter von 15, 18, 38 und 51 Jahren würden derzeit auf der Grundlage von Anti-Terror-Gesetzen befragt.

          McKee war am 18. April am Rande von schweren Ausschreitungen in Derry erschossen worden. Die Journalistin wurde nach Polizeiangaben getroffen, als jemand auf Polizisten schoss. Die paramilitärische Splittergruppe New IRA bekannte sich anschließend zu dem tödlichen Schuss und bat die Angehörigen der Frau „aufrichtig um Entschuldigung“.

          Erinnerung an düsteren Nordirland-Konflikt

          Die Polizei hatte bisher in Zusammenhang mit McKees Tod zwei junge Männer und eine 57 Jahre alte Frau festgenommen: Alle drei wurden später jedoch ohne Anklage wieder freigelassen.

          Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, in dem rund 3500 Menschen getötet wurden. In der britischen Provinz hatten sich jahrzehntelang irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten bekämpft.

          Die Stadt Derry, von den Protestanten Londonderry genannt, war 1972 Schauplatz des „Bloody Sunday“. Damals schossen britische Soldaten auf unbewaffnete Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration. 14 Menschen wurden getötet.

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