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Nach Appell Öcalans : Kurden beenden Hungerstreik

  • Aktualisiert am

Pro-PKK-Demonstranten in Diyarbakir im September 2016 Bild: Reuters

An einer Protestaktion gegen die Haftbedingungen des Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, hatten sich Häftlinge und Abgeordnete beteiligt. Der Parteichef sieht die Ziele nun erreicht.

          Nach einem Appell des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan haben zahlreiche Kurden Parteiangaben zufolge ihren Hungerstreik beendet. An der Protestaktion gegen die Haftbedingungen für Öcalan hatten sich vor allem kurdische Häftlinge, aber auch Abgeordnete in der Türkei beteiligt, teils seit Monaten. „Der große Widerstand endet heute auf Bitte von Herrn Öcalan“, sagte Tayip Temel, ein Abgeordneter der pro-kurdischen Partei HDP, am Sonntag in Diyarbakir im Südosten der Türkei.

          Zuvor hatte bereits einer der Anwälte Öcalans gesagt, der Vorsitzende der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sehe die Ziele des Streiks erreicht. Kürzlich hatte die Regierung in Ankara das seit Juli 2011 geltende Besuchsverbot für seine Anwälte aufgehoben. Unklar war am Sonntag aber, ob sich Öcalan noch in Isolationshaft befand.

          Temel zufolge hatten sich mehrere tausend Menschen am Hungerstreik beteiligt. Den Anfang hatte die HDP-Abgeordnete Leyla Güven am 8. November 2018 gemacht. „Ich beende meinen Streik“, schrieb sie in einer von HDP auf Twitter geteilten Erklärung.

          Der PKK-Chef sitzt seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Verrats ab. Die PKK kämpft seit 1984 mit Waffengewalt und Anschlägen für einen kurdischen Staat oder ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. Inzwischen ist sie nach eigenen Angaben von der Maximalforderung eines unabhängigen Staates abgerückt. Ein Waffenstillstand zwischen türkischer Regierung und PKK war im Sommer 2015 gescheitert.

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