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Myanmar : Jetzt brennen bei Protesten ASEAN-Flaggen

Dieses über soziale Medien verbreitete Foto soll Proteste in Yangon am 14. Juni zeigen Bild: Reuters

Die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN wird in Myanmar zunehmend unbeliebt. Die Gegner der Militärjunta fühlen sich von den Nachbarn im Stich gelassen. Und China treibt die Anerkennung der Putschisten voran.

          3 Min.

          In Myanmar geht das Morden weiter, das Militär brennt ein ganzes Dorf nieder und stellt die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi vor Gericht. Da es keine Fortschritte auf dem Weg zu einer Lösung gibt, wächst die Kritik am südostasiatischen Staatenbund ASEAN, einem der „strategischen Partner“ der EU.

          Till Fähnders
          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Die zehn Mitglieder, zu denen auch das seit Februar nun wieder von einer Junta beherrschten Land gehört, hatten sich im April bei einem Sondergipfel auf einen „Fünf-Punkte-Konsens“ geeinigt, der ein Ende der Gewalt und einen Dialog zwischen dem Militär und den verschiedenen Widerstandsgruppen ermöglichen sollte. Er sieht außerdem die Einsetzung eines ASEAN-Sondergesandten vor. Doch fast acht Wochen später ist nichts davon passiert. Die Gewalt setzt sich fort, das Land versinkt im Chaos. Das Bündnis zeigt sich innerlich zerrissen, schwach und zögerlich.

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