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Myanmar : Amerika verschärft Sanktionen gegen Militärjunta

  • Aktualisiert am

Massenkundgebungen gegen die Militär-Junta in Myanmar Bild: AP

Zwei weitere Mitglieder der Militärregierung in Myanmar werden mit Strafmaßnahmen belegt. Amerikas Außenminister Antony Blinken droht mit weiteren Sanktionen.

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          Die Vereinigten Staaten haben ihre Sanktionen gegen die Militärjunta in Myanmar verschärft. Gegen zwei weitere Mitglieder der nach dem Putsch vom 1. Februar installierten Militärregierung wurden Strafmaßnahmen verhängt, wie Außenminister Antony Blinken am Montag mitteilte. Die Sanktionen richten sich gegen den Kommandanten der Luftwaffe, General Maung Maung, und gegen Generalleutnant Moe Myint Tun.

          Den beiden Militärs wird die Einreise in die Vereinigten Staaten untersagt. Auch werden mögliche Vermögenswerte der zwei Generäle in den Vereinigten Staaten eingefroren. Die amerikanische Regierung hatte zuvor bereits Sanktionen gegen andere führende Militärs in Myanmar verhängt.

          „Wir werden nicht zögern, weitere Maßnahmen zu ergreifen“

          Blinken drohte der Militärjunta am Montag mit weiteren Sanktionen: „Wir werden nicht zögern, weitere Maßnahmen gegen jene zu ergreifen, die Gewalt ausüben und den Willen des Volkes unterdrücken.“ Der Außenminister appellierte an die Armee und Polizei des südostasiatischen Landes, alle Attacken auf friedliche Demonstranten einzustellen, zu Unrecht inhaftierte Menschen freizulassen, die „Einschüchterung von Journalisten und Aktivisten“ zu stoppen und die demokratisch gewählte Regierung wieder einzusetzen.

          Wenige Stunden zuvor hatten auch die EU-Außenminister die Verhängung von Sanktionen gegen Vertreter des Militärs in Myanmar beschlossen. Eine konkrete Liste mit Betroffenen muss nach dem Grundsatzbeschluss aber noch ausgearbeitet und separat verabschiedet werden.

          Der Militärputsch vor drei Wochen hatte eine zehnjährige Phase des demokratischen Wandels in Myanmar beendet. Die Militärs sehen sich seitdem massiven Protesten gegenüber und reagieren zunehmend mit Gewalt gegen Demonstranten. Vier Menschen wurden bei den Protesten bereits getötet, mehr als 600 festgenommen.

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