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Müllstreit mit Kanada : Philippinen rufen Botschafter zurück

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Umweltaktivisten fordern am 7. Mai vor der kanadischen Botschaft auf den Philippinen, dass das Land sein Müll zurücknehmen sollen. Bild: AP

Der Präsident der Philippinen Rodrigo Duterte fordert von Kanada, mehr als 100 Container Müll zurückzunehmen, er hat sogar schon mit Krieg gedroht. Ottawa beharrt darauf, dass es sich um ein privates Geschäft gehandelt habe.

          Im Müllstreit mit Kanada haben die Philippinen ihren Botschafter nach Hause zurückberufen. Die Regierung von Präsident Rodrigo Duterte begründete dies am Donnerstag in Manila damit, dass Kanada eine Aufforderung missachtet habe, bis Mitte Mai mehr als 100 Container Müll zurückzunehmen. Der Fall sorgt schon seit einigen Wochen für diplomatischen Ärger. Duterte hatte Kanada deshalb auch schon mit „Krieg“ gedroht.

          Außer dem Botschafter holen die Philippinen noch weitere Diplomaten zurück. Außenminister Teodoro Locsin Jr. schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: „An unsere Außenposten in Kanada: Ihr habt Eure Befehle. Ihr werdet zurückgerufen. Nehmt das nächste Flugzeug zurück.“ Der Abfall - darunter Hausmüll, Plastikflaschen und Altpapier - stammt aus den Jahren 2013/14. Angeblich war er falsch deklariert. Kanada beharrt darauf, dass es sich um private Geschäfte gehandelt habe.

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