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Mossul nach dem IS : Hoffnung und Horror

  • -Aktualisiert am

Blick auf die Nuri-Moschee im Stadtzentrum von Mossul. Von hier aus wurde der „Islamische Staat“ ausgerufen. Bild: Getty

In Mossul kommt der Wiederaufbau nach dem Sieg über den „Islamischen Staat“ nur schleppend voran. Die alten Konflikte und Machtkämpfe leben im Norden Iraks wieder auf.

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          Als das dumpfe Krachen durch die Gassen hallt, blickt sich der Wachmann ruhig um. Irgendwo in der Nähe sprengen Soldaten Blindgänger. Es ist nicht mehr so, dass den Leuten in der Altstadt von Mossul bei solchen Klängen der Schrecken so in die Glieder fährt, dass sie zusammenzucken. Der Krieg gegen den „Islamischen Staat“ (IS) liegt mehr als drei Jahre zurück, Bombenanschläge gibt es nicht, es ist ruhig wie lange nicht mehr. Doch der Mann quittiert die Detonation mit einer Grimasse, als wäre er aus einem Albtraum gerissen worden.

          Die Erinnerung an Krieg und Terror scheint in Mossul noch immer stärker zu sein als der Glaube an die Zukunft. Das ist kaum verwunderlich, da noch immer Ruinen ganze Straßenzüge prägen und Polizisten, die am Straßenrand über die Autokolonnen wachen, die sich wie ein nervöser Lindwurm durch die Stadt schieben, ausgerüstet sind wie Infanteristen.

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