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Moskau versus Konstantinopel : Orthodoxe Kirche steht vor Spaltung

Bollwerk gegen den gottlosen Westen: Putin und Kirill im Mai in Moskau Bild: AP

Der Patriarch von Konstantinopel ebnet den Weg für eine eigenständige ukrainische Kirche. Die Spaltung der Orthodoxie ist möglich – und Moskau tobt.

          6 Min.

          Bartholomaios, der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel, hat eine Entscheidung getroffen, die für die beiden größten orthodox geprägten Länder, Russland und die Ukraine, eine Weichenstellung auf Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte sein dürfte. Der im heutigen Istanbul sitzende „Ökumenische Patriarch“, der unter den Oberhäuptern der orthodoxen Kirchen der Welt als „primus inter pares“ (Erster unter Gleichen) gilt, hat die Bildung einer neuen, eigenständigen orthodoxen Kirche in der Ukraine eingeleitet.

          Gerhard Gnauck

          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Das ist ein Erfolg für jene Politiker und Kirchenführer in der Ukraine, die sich für die Abnabelung des Landes von Moskau und die Vollendung der ukrainischen Nationsbildung einsetzen. Zugleich ist es ein schwerer Schlag für die kirchliche und die politische Führung in Russland, die das verhindern wollen.

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