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Morde, Unfälle, Selbsttötung : Schon 147 Tote durch Schusswaffen in Amerika – allein in diesem Jahr

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Waffen in einem Laden im kalifornischen El Cajon: Präsident Obama will die Waffengesetze in Amerika verschärfen. Bild: Reuters

Amerikas Präsident kündigte unter Tränen an, wie er die Waffengesetze des Landes ändern will. Eine Zahl zeigt, wieso das nicht nur ihn drängt.

          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat gerade unter Tränen erklärt, wie er die Waffengesetze in den Vereinigten Staaten verschärfen möchte, da zeigt eine neue Zahl sehr nüchtern, um was es geht: Alleine in den ersten Tagen des gerade angebrochenen Jahres sind in dem Land mindestens 147 Menschen durch Waffengewalt umgekommen. Das geht aus einer Analyse der Internetseite Vocativ hervor (hier geht es zum Originaltext, in Englisch).

          Schon fünfzehn Minuten nach Beginn des neuen Jahres ist dem Bericht zufolge auf einen Mann mittleren Alters in Florida geschossen worden mit tödlichen Folgen. Unter den bisher ermittelten Toten durch Schusswaffengewalt sei außerdem ein zwei Jahre altes Mädchen in Los Angeles gewesen. Alleine am Neujahrstag starben demzufolge 52 Männer und 14 Frauen durch Schusswaffen.

          Die Zahl der Toten durch Schusswaffengewalt beinhaltet auch Selbstmorde, die nach Schätzungen einer Behörde des Gesundheitsministeriums („Center for Disease Control and Prevention“, CDC) für mehr als 60 Prozent der Fälle stehen. Für die Analyse durchsuchte „Vocativ“ die Suchmaschine Google nach Waffengewalt in 2016 und gleicht die Ergebnisse dann mit dem „Gun Violance Archiv“ ab.

          Die nun herausgegebene Hochrechnung der Toten durch Schusswaffen könnte allerdings noch deutlich unter der tatsächlichen Zahl liegen, weil gerade Selbstmorde häufig erst später in den Medien berichtet werden, wenn überhaupt.

          Nach offiziellen Daten der Gesundheitsbehörde CDC sind im Jahr 2013 insgesamt 33.636 Amerikaner durch Schusswaffen getötet worden - im Schnitt waren das 92 jeden Tag. In den 13 Jahren bis dahin summierten sie sich auf die Zahl von 406.496. Das sind fast so viele Todesfälle wie im Straßenverkehr. Ebenfalls stellt sich heraus: Diese Zahl ist um ein Vielfaches größer die Zahl der Amerikaner, die auf der ganzen Welt durch Terror ums Leben kamen.

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