https://www.faz.net/-gpf-a0mae

Tod von George Floyd : Weiterer Polizist kommt auf Kaution frei

  • Aktualisiert am

Gemälde George Floyds in Houston, Texas. Bild: AFP

Im Fall Floyd ist ein wegen Beihilfe zur Tötung angeklagter früherer Polizist vorläufig aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte dafür, wie ein früherer freigelassener Mitangeklagter, eine Kaution zahlen müssen.

          1 Min.

          Ein zweiter wegen Beihilfe zur Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagter ehemaliger Polizist ist auf Kaution aus dem Gefängnis gekommen. Wie aus der Gefängnisdatenbank des Bezirks Hennepin im Bundesstaat Minnesota hervorging, wurde der 26 Jahre alte frühere Polizist am Freitagabend aus der Haft entlassen. Der frühere Polizist hinterlegte demnach eine Kaution von 750.000 US-Dollar (knapp 660.000 Euro), um unter Auflagen bis zu einem möglichen Urteil in dem Fall freizukommen. Ein ebenfalls an dem Einsatz gegen Floyd beteiligter ehemaliger Polizist (37) war nach Hinterlegung einer Kaution in derselben Höhe bereits am 10. Juni unter Auflagen freigekommen.

          Der 46 Jahre alte Floyd starb am 25. Mai in Minneapolis infolge eines brutalen Polizeieinsatzes. Ein weißer Beamter hatte ihm sein Knie minutenlang in den Nacken gedrückt – trotz aller Bitten Floyds, ihn atmen zu lassen. Alle vier an dem Einsatz beteiligte Polizisten wurden entlassen. Die Ermittler klagten den mutmaßlichen Haupttäter unter anderem wegen Mordes zweiten Grades an. Darauf steht in den Vereinigten Staaten eine Haftstrafe von bis zu 40 Jahren. Auch die drei anderen Beteiligten wurden festgenommen und angeklagt. Der Tod Floyds hat landesweite Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst.

          Die Online-Flatrate: F+
          FAZ.NET komplett

          Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln. Bleiben Sie umfassend informiert, für nur 2,95 € pro Woche.

          Jetzt 30 Tage kostenfrei testen

          Für den mutmaßlichen Haupttäter wurde eine höhere Kaution festgelegt: Mindestens eine Million Dollar müssten für seine vorläufige Freilassung als Sicherheit hinterlegt werden, teilte das zuständige Gericht im Bundesstaat Minnesota bei der ersten Anhörung des ehemaligen Polizisten am 8. Juni mit. Einem entsprechenden Dokument zufolge wurde dabei festgesetzt, dass der Angeklagte den Bundesstaat nicht verlassen und nicht als Polizist arbeiten dürfe. Außerdem ist es ihm demnach verboten, Kontakt zu Floyds Familie zu haben, auch muss er seine Schusswaffen abgeben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zum Tod von Diego Maradona : In den Händen Gottes

          Bei der WM 1986 wurde er in Argentinien zum Heiligen. Er war einer, der es nach ganz oben schaffte. Nun muss die Fußball-Welt sich von einem ihrer größten Spieler verabschieden: Im Alter von nur 60 Jahren ist Diego Armando Maradona gestorben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.