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Polen fordert mehr Geld für EU : Ein neues Gleichgewicht für Europa

  • -Aktualisiert am

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki Bild: EPA

Die Zukunft der EU wird dadurch bestimmt, wie sie jetzt auf die Corona-Pandemie reagiert. Damit Europa wieder erstarken kann, braucht die Gemeinschaft neue Finanzquellen. Ein Gastbeitrag des polnischen Ministerpräsidenten.

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          „Wir können nichts dafür und sind doch verantwortlich“, hat einst Hermann Hesse geschrieben. Heute messen wir uns mit der größten Krise der öffentlichen Gesundheit, der größten sozialen und wirtschaftlichen Krise der letzten Jahrzehnte. Und auch wenn niemand den Ausbruch der Pandemie voraussagen und verhindern konnte, so hängt es doch in großem Maße von uns ab, wie ihre Folgen sich langfristig auswirken.

          Wirtschaftsfachleute verweisen darauf, dass China vor der größten wirtschaftlichen Verlangsamung seit mehreren Jahrzehnten steht, in den Vereinigten Staaten kann die Arbeitslosenquote sogar 20 Prozent erreichen. Die größten Volkswirtschaften der Welt wollen im Rahmen ihrer Fiskalpakete 4,8 Billionen Dollar für den Kampf mit den Folgen von Covid-19 ausgeben. Die Beträge sind fast drei mal so hoch wie diejenigen, die während der Finanzkrise von 2007 bis 2009 bewegt worden sind.

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