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Schwierige Suche : Wo Migranten in Zukunft landen könnten

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EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger in Brüssel Bild: AFP

Brüssel ist auf Partnersuche für Aufnahmelager am Mittelmeer und in der Sahelzone. Einige Länder sind schon konkret im Gespräch. Ein EU-Kommissar bereitet die EU-Staaten derweil auf steigende Kosten im EU-Haushalt vor.

          Die EU-Kommission will weiträumig nach Ländern suchen, die Aufnahmelager für Migranten bei sich einrichten. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.): „Das erfordert Partnerschaftsabkommen mit Ländern im Norden Afrikas, die entweder direkt am Mittelmeer liegen oder in der Sahelzone. Darüber müssen wir jetzt verhandeln. Wir brauchen ein faires Konzept. Es muss das Unwesen der Schlepper beenden, darf aber nicht zu unzumutbaren Belastungen für die Partnerländer führen.“ Oettinger nannte keine Namen. Nach F.A.S.-Informationen hält die Kommission Verhandlungen mit Libyen, Mali, Niger und Nigeria für möglich.
           
          Oettinger bereitete die Mitgliedstaaten auf höhere Zahlungen in den EU-Haushalt vor, wenn sie die Grenzschutzbehörde Frontex schon bis 2020 auf 10.000 Grenzschützer aufstocken wollen, wie es grundsätzlich beim Europäischen Rat vereinbart worden war. „Ich erwarte deshalb, dass uns die Mitgliedstaaten auch außerordentliche Mittel geben, wenn das nötig ist“, sagte der Haushaltskommissar.

          Er prüfe derzeit Umschichtungen im Haushalt. Das Ziel hänge aber auch vom Arbeitsmarkt ab. Man brauche gut ausgebildete Bewerber. „Die nationalen Behörden werden zunächst Personal abordnen müssen, damit wir unser Ziel schaffen“, sagte Oettinger der F.A.S.

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