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Vorwurf Scheinbeschäftigung : Enge Mitarbeiter von Le Pen in Polizeigewahrsam

Die Front-National-Chefin Marine Le Pen und ihr Leibwächter Thierry Legier Bild: Reuters

Der Druck auf die Front-National-Chefin wächst. Sie soll ihren Leibwächter und ihre Kabinettschefin als Mitarbeiter des EU-Parlaments beschäftigt haben. Jetzt wurde das Ermittlungsverfahren eröffnet.

          Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Leiterin des engsten Mitarbeiterstabes der Rechtspopulistin Marine Le Pen eingeleitet. Catherine Griset werde in der Affäre um EU-Parlamentsjobs Verschleierung vorgeworfen, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend in Paris.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Griset und Le Pens Leibwächter waren zuvor von Ermittlern angehört und in Polizeigewahrsam genommen worden. Gegen den Leibwächter wurde kein Verfahren eingeleitet, der Gewahrsam aufgehoben.

          Le Pen wies alle Vorwürfe der Scheinbeschäftigung zurück. „Die Franzosen können zwischen echten Affären und politischer Kabale unterscheiden“, sagte Le Pen bei einem Besuch einer Haftanstalt in Meaux bei Paris am Mittwoch. Sie behauptet, die französische Justiz versuche, ihr im Wahlkampf zu schaden.

          Die Staatsanwaltschaft in Paris ermittelt seit Dezember 2015 wegen des Verdachts des organisierten Betrugs und Fälschung gegen die beiden Mitarbeiter Le Pens. Die europäische Antibetrugsbehörde Olaf hat Le Pen bereits zur Rückzahlung eines Betrags von 340.000 Euro verpflichtet.

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