https://www.faz.net/-gpf-8v5kr

Vorwurf Scheinbeschäftigung : Enge Mitarbeiter von Le Pen in Polizeigewahrsam

Die Front-National-Chefin Marine Le Pen und ihr Leibwächter Thierry Legier Bild: Reuters

Der Druck auf die Front-National-Chefin wächst. Sie soll ihren Leibwächter und ihre Kabinettschefin als Mitarbeiter des EU-Parlaments beschäftigt haben. Jetzt wurde das Ermittlungsverfahren eröffnet.

          Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Leiterin des engsten Mitarbeiterstabes der Rechtspopulistin Marine Le Pen eingeleitet. Catherine Griset werde in der Affäre um EU-Parlamentsjobs Verschleierung vorgeworfen, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend in Paris.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Griset und Le Pens Leibwächter waren zuvor von Ermittlern angehört und in Polizeigewahrsam genommen worden. Gegen den Leibwächter wurde kein Verfahren eingeleitet, der Gewahrsam aufgehoben.

          Le Pen wies alle Vorwürfe der Scheinbeschäftigung zurück. „Die Franzosen können zwischen echten Affären und politischer Kabale unterscheiden“, sagte Le Pen bei einem Besuch einer Haftanstalt in Meaux bei Paris am Mittwoch. Sie behauptet, die französische Justiz versuche, ihr im Wahlkampf zu schaden.

          Die Staatsanwaltschaft in Paris ermittelt seit Dezember 2015 wegen des Verdachts des organisierten Betrugs und Fälschung gegen die beiden Mitarbeiter Le Pens. Die europäische Antibetrugsbehörde Olaf hat Le Pen bereits zur Rückzahlung eines Betrags von 340.000 Euro verpflichtet.

          Weitere Themen

          Zusammenprall der Temperamente

          Vor der Wahl in Israel : Zusammenprall der Temperamente

          Bei der Parlamentswahl an diesem Dienstag in Israel tritt der frühere Generalstabschef Gantz gegen Amtsinhaber Netanjahu an. Doch selbst wenn er gegen den Ministerpräsidenten gewinnen sollte – einen fundamentalen Politikwechsel gäbe es nicht.

          Topmeldungen

          Benny Gantz auf einem Wahlplakat im arabischen Baqa al-Gharbiyye im Norden Israels.

          Vor der Wahl in Israel : Zusammenprall der Temperamente

          Bei der Parlamentswahl an diesem Dienstag in Israel tritt der frühere Generalstabschef Gantz gegen Amtsinhaber Netanjahu an. Doch selbst wenn er gegen den Ministerpräsidenten gewinnen sollte – einen fundamentalen Politikwechsel gäbe es nicht.

          Klage vor Supreme Court : John Majors Verachtung für Boris Johnson

          Der frühere Premierminister John Major ging zu seiner Amtszeit nicht mit Samthandschuhen vor. Doch Boris Johnsons Mittel gehen ihm zu weit. Deswegen hat er sich der Klage gegen die Beurlaubung des Parlaments angeschlossen.
          Mit dem Bagger gegen die Algen: Arbeiter am Strand von Tarifa.

          Algenplage im Mittelmeer : Der asiatische Eindringling

          Laut spanischen Fischern spielt sich unter der Meeresoberfläche um Gibraltar und Mittelmeer eine Umweltkatastrophe unabsehbaren Ausmaßes ab. Fische gehen nicht mehr viele ins Netz – stattdessen tonnenweise braune Algen.
          Die Talkrunde zum Thema Klimapolitik bei Frank Plasberg

          TV-Kritik: Hart aber fair : Die Realität der Zwickmühle

          Die Klimapolitik ist so verzwickt, dass es den üblichen Verdächtigen kaum noch gelingt, Einsicht in das Notwendige oder gar Verhaltensänderungen zu erreichen. Tatsächlich sehen einige das Format der Talkshow als Pranger für üble Phantasien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.