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Putins Geschichtsbild : Mit Gott und Granaten

Patriarch Kirill Ende Februar bei einem Gottesdienst in Moskau. Bild: AFP

Kritiker werfen dem russischen Präsidenten eine Sakralisierung seiner Politik vor. Bei seinem Angriff auf die Ukraine spielt die russisch-orthodoxe Kirche eine Schlüsselrolle

          8 Min.

          Gut siebentausend russische Wissenschaftler haben in einem Auf­ruf gegen den von Russlands Präsident Wladimir Putin befohlenen Angriff auf die Ukraine pro­testiert und ihr Land als „militärischen Ag­gressor“ und „Schurkenstaat“ kritisiert. Der politischen Führung in Moskau haben sie „historiosophische Fantasien“ vor­geworfen. Sie schmähten damit nicht nur das aus ihrer Sicht imperiale Gebaren eines Autokraten, der eine nationale Mission zu erfüllen glaubt, sondern auch die Sakra­lisierung der russischen Politik in den zu­rückliegenden beiden Jahrzehnten.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Putin selbst sieht sich im Dienste einer na­tio­nalen Mission und will verlorenes Terri­torium zurückholen. Das ist ein Narrativ, das den Zaren ebenso diente wie Katharina II., die damit die Teilung Polens rechtfer­tigte.

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