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Ministerpräsident Conte : Italien will Dublin-System überwinden

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Vor dem Gespräch mit Angela Merkel forderte Giuseppe Conte mehr Solidarität bei der Verteilungen von Flüchtlingen ind er EU. Bild: EPA

Bei seinem Besuch in Berlin fordert Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte einen „solidarischen Ansatz“ bei der Flüchtlingsverteilung in der EU. Das Dublin-System möchte er abschaffen.

          Italiens neuer Ministerpräsident Giuseppe Conte hat in Berlin für mehr Solidarität der EU-Staaten bei der Verteilung von Flüchtlingen in Europa geworben. Die Europäische Union müsse ihre Perspektive ändern, sagte Conte am Montag in Berlin vor einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Die italienischen Grenzen sind europäische Grenzen.“ Italien wolle das Dublin-System überwinden, demzufolge ein Asylantrag dort gestellt und bearbeitet werden muss, wo ein Flüchtling ankommt.

          Stattdessen will Rom einen „solidarischen Ansatz“. Am besten sollten die Menschen schon in den Herkunfts- und Durchgangsländern Asylanträge stellen können. Conte rief zudem zum Kampf gegen Schlepper und zu einer wirksameren Kontrolle der europäischen Außengrenzen auf.

          Das Dublin-System kritisieren die Randstaaten der EU schon lange. Italien ist mit am meisten betroffen von neu ankommenden Flüchtlingen aus Afrika, von denen aber viele weiter nach Norden weiterreisen. Merkel will in bilateralen Abkommen mit EU-Nachbarstaaten erreichen, dass Flüchtlinge, die in anderen Ländern als Asylbewerber registriert sind, abgewiesen und dorthin zurückgeschickt werden können.

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