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Ministerium in Asmara besetzt : Putschversuch in Eritrea

  • Aktualisiert am

Eritreische Soldaten in der Nähe von Barentu, 180 Kilometer von Asmara entfernt (Archivbild) Bild: AFP

In Eritrea hat es offenbar einen Putschversuch gegeben. Meuternde Soldaten halten das Informationsministerium umstellt, Schüsse fielen bislang offenbar nicht.

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          Meuternde Soldaten haben in Eritrea offenbar das Informationsministerium besetzt und politische Reformen gefordert. Die Armee belagere das Ministerium in der Hauptstadt Asmara mit Panzern, nachdem unterschiedlichen Angaben zufolge etwa 100 bis 200 Aufständische in das Gebäude eingedrungen seien, berichteten Diplomaten übereinstimmenden Agenturberichten zufolge. Schüsse fielen zunächst nicht, die Stadt erschien den Angaben zufolge ruhig.

          Ein eritreischer Radiojournalist in Paris berichtete, meuternde Militärangehörige hätten das Informationsministerium gestürmt. Sie hätten die Nachrichtensprecher des staatlichen Fernsehens und der Radiosender angewiesen, eine Erklärung zu verlesen, wonach die Aufständischen ab sofort für die Durchsetzung der 1997 beschlossenen Verfassung in Eritrea zuständig seien. Zudem sei laut der Erklärung die Freilassung politischer Gefangener angeordnet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

          Eine unabhängige Bestätigung der Berichte war zunächst nicht möglich. Ausländische Journalisten werden in Eritrea nicht geduldet. Sämtliche Medien unterliegen direkter staatlicher Kontrolle, private Zeitungen sind verboten. Der eritreische Machthaber Issaias Afeworki regiert das Land am Horn von Afrika seit der Unabhängigkeit von Äthiopien 1993 mit eiserner Hand.

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