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Ministerin auf Truppenbesuch : Von der Leyen in Afghanistan gelandet

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Ursula von der Leyen bei ihrem ersten Afghanistan-Besuch im Dezember 2013 Bild: dpa

Zum zweiten Mal informiert sich die Verteidigungsministerin in Afghanistan über den deutschen Truppenabzug und die Planung für die Zeit danach. Fünf Monate soll der Kampfeinsatz der Bundeswehr noch dauern.

          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist zu einem überraschenden Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. Sie landete am Mittwochmorgen im Feldlager der internationalen Schutztruppe Isaf im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Dort wird sie Gespräche mit Soldaten der Bundeswehr führen, deren Kampfeinsatz in fünf Monaten ausläuft. Von den einst mehr als 5000 deutschen Soldaten befinden sich in Afghanistan noch 2400.

          Es ist die zweite Afghanistan-Reise der Verteidigungsministerin. Zum ersten Mal war von der Leyen nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt kurz vor Weihnachten am Hindukusch.

          Nato seit 13 Jahren in Afghanistan

          Der von der Nato geführte Isaf-Einsatz dauert inzwischen fast 13 Jahre. Derzeit sind noch knapp 50.000 Soldaten aus 46 Ländern beteiligt. Nach dem Ende ihres Kampfeinsatzes soll eine Ausbildungsmission der Nato mit etwa 12.000 Soldaten folgen. Wie lange sie dauern soll, ist noch unklar.

          Die Vereinigten Staaten - mit Abstand der größte Truppensteller in Afghanistan - wollen fast alle ihre Soldaten bis Ende 2016 abziehen. Eine Fortsetzung der Ausbildungsmission mit dem Namen „Resolute Support“ ohne Amerikas Beteiligung ist kaum denkbar.

          Für das Zustandekommen der Mission muss der neue afghanische Präsident ein Sicherheitsabkommen unterzeichnen, das den ausländischen Soldaten unter anderem Schutz vor Strafverfolgung durch die afghanische Justiz gewährt. Das Ergebnis der Stichwahl zwischen den Kandidaten Abdullah Abdullah und Ashraf Ghani für das Präsidentenamt wird derzeit mit einer Neuauszählung von acht Millionen Stimmen überprüft.

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