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Minenexplosion : OSZE-Beobachter in der Ukraine getötet

Ein OSZE-Beobachter ist in der Ostukraine bei einer Minenexplosion getötet worden. (Archivbild) Bild: dpa

Sie sollen die Einhaltung der Waffenruhe überwachen, nun wurde ein OSZE-Beobachter in der Ukraine selbst Opfer einer Mine. Es sei nicht die erste bedrohliche Situation, teilte die Organisation mit.

          In der Ukraine ist am Sonntag ein Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) durch eine Mine getötet worden. Zwei weitere OSZE-Mitarbeiter wurden verletzt. Der Beobachter war Amerikaner, eine der verletzten Personen Deutsche, wie es am Sitz der OSZE in Wien hieß.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Rund 600 zivile Beobachter der überstaatlichen Organisation, an der auch die Ukraine und Russland beteiligt sind, überwachen die Einhaltung der in Minsk vereinbarten Waffenruhe und dokumentieren Verstöße. Dabei haben sich schon mehrfach bedrohliche Situationen wie Granateneinschläge in der Nähe von Beobachtern ergeben. Sie nahmen, wie es in Wien heißt, in den vergangenen Monaten zu, doch ist dies das erste Mal, dass ein Beobachter getötet wurde. Die Gruppe fuhr am Sonntagmorgen bei der Ortschaft Prischib nahe dem von prorussischen Separatisten beherrschten Luhansk mit einem Wagen der Mission auf eine Mine.

          Die ukrainische Regierung und die Separatisten machten einander gegenseitig für den Vorfall verantwortlich. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die Konfliktparteien auf, sofort alles Erforderliche zu unternehmen, um zu klären, „wie es zu diesem tragischen Geschehen kommen konnte und wer dafür die Verantwortung trägt“.

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