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Irak : Mindestens 54 Tote bei Anschlägen im ganzen Land

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Die Hälfte der Menschen starben in der Haupstadt Bagdad. Während der langwierigen Koalitionsverhandlungen verschlechtert sich die Sicherheitslage.

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          Mindestens 54 Menschen sind am Mittwoch im Irak bei zahlreichen Anschlägen ums Leben gekommen. Fast die Hälfte der Opfer wurde in Bagdad getötet, wo Polizeikreisen zufolge vor allem in von Schiiten bewohnten Stadtteilen eine Reihe von Angriffen verübt wurde. Insgesamt sollen rund die Häfte

          Einer der schlimmsten Anschläge ereignete sich im nordirakischen Mossul, als ein Auto an einem Kontrollposten explodierte. Allein hier starben nach Angaben eines Vertreters der Sicherheitskräfte zwölf Militärangehörige und sieben Zivilisten. Hinter den Taten werden sunnitische Extremisten vermutet.

          Seit Jahresbeginn stieg die Zahl der bei Anschlägen getöteten Menschen damit am Mittwoch auf mehr als 4000. Die staatliche Ordnung zerfällt. Die Gewalt wird von Spannungen zwischen der sunnitischen Minderheit und der schiitischen Mehrheit, die auch die Regierung stellt, genährt. Viele Sunniten werfen ihr vor, sie in Politik und Wirtschaft auszugrenzen.

          Bei jüngst abgehaltenen Parlamentswahl, die ebenfalls von Anschlägen überschattet war, hatte die Partei des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki erneut die meisten Mandate gewonnen, die notwendigen Sitze zur Regierungsbildung aber klar verfehlt. Wegen der Zersplitterung der politischen Landschaft sind die Koalitionsverhandlungen langwierig.

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