https://www.faz.net/-gpf-7nmmf

Militärübung : Wieder Raketentests in Nordkorea

  • Aktualisiert am

Mehrere Südkoreaner verfolgen einen Fernsehbericht über neue Raketentests des nordkoreanischen Militärs Bild: AP

Nordkoreas Diktator Kim Jong-un ignoriert die Warnungen des Westens: Er setzt seine umstrittenen Tests von Kurzstreckenraketen fort. Amerika fordert ein Ende der Provokationen.

          1 Min.

          Trotz eindringlicher Mahnungen aus Südkorea und den Vereinigten Staaten hat Nordkorea seine Raketentests am Sonntag fortgesetzt. Von der nordkoreanischen Ostküste seien am frühen Morgen wieder 16 Kurzstreckenraketen ins Japanische Meer geschossen worden, teilte das südkoreanische Militär mit. Die Geschosse sowjetischer Bauart hätten eine Reichweite von 60 Kilometern gehabt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

          Schon am Samstag hatte der Norden eine Serie von 30 Raketen abgefeuert. Yang Moo Jin von der Universität für Nordkoreanische Studien in Seoul sagte, der Abschuss der Raketen sei ein „Ausdruck des Ärgers angesichts der gemeinsamen Militärübungen“ von Südkorea und Amerika. Der Fachmann sprach aber von einer „Provokation auf niedrigem Niveau“.

          Amerikas Aufrufe bleiben ohne Folgen

          Der Süden hatten den Norden erst am Montag aufgefordert, die „provokanten“ und potentiell gefährlichen Raketentests zu stoppen. Auch die amerikanische Regierung verlangte, Pjöngjang müsse von weiteren Provokationen absehen. Doch blieben die Aufrufe ohne Folgen.

          Seit Beginn des jährlichen Militärmanövers von südkoreanischen und amerikanischen Streitkräften im Februar testete Pjöngjang rund 70 Kurzstreckenraketen. Die groß angelegte Militärübung von Südkorea und Amerika soll noch bis Mitte April dauern. Tausende Soldaten beider Länder sind daran beteiligt. Seoul und Washington betonten, die größtenteils am Computer simulierten Manöver hätten reinen Verteidigungscharakter. Im vergangenen Jahr hatte die nordkoreanische Führung aus Ärger über das Manöver mit einem Atomangriff gedroht.

          Weitere Themen

          Naht das Ende des Vereinigten Königreichs?

          Sieben Antworten zur Wahl : Naht das Ende des Vereinigten Königreichs?

          Boris Johnsons Konservative triumphieren, Labour und die kleinen Parteien haben wenig zu lachen – bis auf schottische Nationalisten und irische Republikaner. Unser Korrespondent beantwortet die wichtigsten Fragen zur britischen Wahl.

          Topmeldungen

          Triumphaler Wahlsieg: Boris Johnson am Freitagmorgen in London

          Sieben Antworten zur Wahl : Naht das Ende des Vereinigten Königreichs?

          Boris Johnsons Konservative triumphieren, Labour und die kleinen Parteien haben wenig zu lachen – bis auf schottische Nationalisten und irische Republikaner. Unser Korrespondent beantwortet die wichtigsten Fragen zur britischen Wahl.
          Sollen am Checkpoint Charlie die Brandwände sichtbar bleiben, als Erinnerung an die Teilung Berlins? Oder soll man hier Hochhäuser bauen und die Erinnerung einem unterirdischen Museum überlassen?

          Dauerbaustelle Berlin : Unter dem Pflaster liegt der Filz

          Der Skandal um die Bauakademie und weitere Berliner Symbolprojekte zeigen, dass die Kulturpolitik ein Kungelei- und Kompetenzproblem hat. Wird man wenigstens im Streit um den Checkpoint Charlie eine gute Lösung finden?

          EU-Gipfel in Brüssel : Polen stellt sich quer

          Der EU-Gipfel sagt zu, die EU bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen - ausgenommen Polen. Warschau blockiert so das erhoffte Signal zum Ende der Klimakonferenz in Madrid.
          Allein geht es nicht: Der Rapper Kollegah kann sich forsche Töne leisten, weil er einen Beschützer hat.

          Familienclans und Rocker : Die „Rücken“ der Rapper

          Rapper in Deutschland haben oft mit kriminellen Milieus zu tun. Sie lassen sich von Rockern und Clans beschützen. Wenn die Hintermänner streiten, wird es gefährlich. Ein Einblick in die Welt von Kollegah, Capital Bra und Bushido.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.