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Vorwurf der Militärspionage : Ein Journalist als Hochverräter?

Der frühere Journalist Safranow am Dienstag bei einer Anhörung in Moskau. Bild: Reuters

Der russische Journalist Iwan Safronow wurde vom FSB festgenommen. Der Inlandsgeheimdienst wirft ihm Spionage vor. Doch seine Kollegen sehen den früheren Journalisten als weiteres Opfer der Einschüchterung der Presse.

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          Schon wieder stehen in vielen russischen Städten Journalisten mit Schildern vor Gerichten und Gebäuden des Inlandsgeheimdienstes FSB, auf denen sie Freiheit für einen Kollegen fordern. Dabei war erst am Montag ein Aufatmen durch Russlands nichtstaatliche Medien gegangen: Der Prozess gegen die Journalistin Swetlana Prokopjewa war glimpflich ausgegangen. Statt der von der Staatsanwaltschaft geforderten sechs Jahre Haft hatte ein Gericht in der westrussischen Stadt Pskow sie nur zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.

          Reinhard Veser

          Redakteur in der Politik.

          Die Anklage hatte auf „Rechtfertigung des Terrorismus“ gelautet, weil sie in einem Kommentar zum Bombenanschlag eines 17 Jahre alten Anarchisten im November 2018 die Frage aufgeworfen hatte, ob die Unterdrückung friedlichen Protests zu solchen Gewalttaten wie dem von ihr als „monströs“ bezeichneten Attentat führten.

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