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Vereinigte Staaten : Vizepräsident Pence verspricht baltischen Staaten Beistand

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Mike Pence in der estnischen Hauptstadt Tallinn Bild: AFP

Die baltischen Staaten sorgen sich angesichts des Ukraine-Konflikts um ihre Sicherheit. Unterstützung bekommen sie von Amerikas Vize-Präsident Mike Pence. Mit deutlichen Worten wendet er sich an Russland.

          Der amerikanische Vizepräsident Mike Pence hat den Baltenstaaten bei einem Besuch in Estland den militärischen Beistand der Vereinigten Staaten und der Nato zugesichert. „Unter Präsident Donald Trump lehnt Amerika jeglichen Versuch ab, Gewalt, Drohungen, Einschüchterung oder unheilvollen Einfluss auf die baltischen Staaten oder gegen irgendeinen unserer Verbündeten auszuüben“, sagte Pence am Montag nach einem Treffen mit den Präsidenten von Estland, Lettland und Litauen in Tallinn.

          „Wir sind bei euch. Wir stehen an der Seite der Menschen und Völker Estlands, Lettlands und Litauens. Und wir werden das immer tun“, versicherte der Stellvertreter von Präsident Donald Trump nahezu wortgleich nach dem Treffen und in einer Rede vor amerikanischen Soldaten und des von Großbritannien geführten Nato-Bataillons in Estland.

          Schreckgespenst russischer Aggression

          Amerika stünde fest hinter Artikel 5 des Nato-Vertrags, in dem sich die Nato-Mitgliedstaaten für den Fall eines Angriffs gegenseitigen Beistand zusichern. „Wir stehen hier zusammen und in der ganzen Welt, weil wir wissen, dass eine starke und vereinte Nato heute notwendiger ist als an irgendeinem Punkt seit dem Zusammenbruch des Kommunismus vor einem Vierteljahrhundert“, sagte Pence. Die größte Bedrohung sei dabei das Schreckgespenst einer russischen Aggression.

          Die baltischen Staatschefs Kersti Kaljulaid (Estland), Raimonds Vejonis (Lettland) und Dalia Grybauskaite (Litauen) würdigten die Solidarität der Vereinigten Staaten. Die drei an Russland grenzenden Baltenstaaten sorgen sich angesichts des andauernden Ukraine-Konflikts um ihre Sicherheit. Zur Abschreckung Russlands verlegt Amerika daher seit 2014 Einheiten im Rotationsverfahren dorthin. Auch die Nato hat ihre Präsenz an der Ostflanke des Militärbündnisses verstärkt.

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