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Migration nach Deutschland : Gekommen, um zu gehen

Migranten im Dreiländereck von Serbien, Ungarn und Rumänien bei Majdan in Serbien. Das Bild entstand im Dezember 2020. Bild: Reuters

In Rumänien ist ein neuer Zweig der europäischen Migrationsroute entstanden. Asyl wird hier nur beantragt, um weiterziehen zu können. Vor allem die Zahl der Afghanen wächst. Sie haben meist nur ein Ziel: Deutschland.

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          Wie viele mögen hier erschossen worden sein, kurz bevor sie die andere Seite erreichten? Wie viele ertranken bei dem Versuch, die Donau zu durchschwimmen, der Freiheit entgegen? Wie viele wurden gefasst und halb totgeprügelt, bevor sie für Jahre in Kerkern verschwanden, spurlos und rechtlos? Genaue Zahlen kennt niemand, aber in den Erinnerungen von Zeitgenossen hat das Grenzgebiet zwischen Rumänien und Jugoslawien seinen Schrecken bewahrt. Hier bei Temeswar und etwas weiter südlich, beim Eisernen Tor, wo die Donau ein Grenzfluss ist, haben in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts Tausende Menschen versucht, der Schreckensherrschaft des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu zu entfliehen. Jugoslawien war ihr erster Vorhof zum Glück.

          Die historische Landschaft des Banats, an den Ausläufern der pannonischen Tiefebene gelegen, setzt dem Blick nicht viel entgegen. Hügellos erstreckt sich die Gegend in jede Himmelsrichtung, als sei eine riesige Dampfwalze darübergefahren. Einen Grenzzaun gibt es nicht, und es gab ihn selbst in düstersten Ceausescu-Zeiten nicht.

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