https://www.faz.net/-gpf-9fvga

Migration aus Mittelamerika : Pentagon will 800 Soldaten an Grenze zu Mexiko schicken

  • Aktualisiert am

Derzeit sind tausende Migranten aus Mittelamerika auf dem Weg Richtung Vereinigte Staaten. Bild: AFP

Tausende Menschen befinden sich gerade auf dem Weg in Richtung Vereinigte Staaten – das Verteidigungsministerium reagiert und will offenbar Verstärkung an die mexikanische Grenze schicken.

          Das amerikanische Verteidigungsministerium bereitet sich Medienberichten zufolge darauf vor, weitere 800 Soldaten an die südliche Grenze zu Mexiko zu schicken. Es werde erwartet, dass Minister James Mattis möglicherweise demnächst einen entsprechenden Erlass unterzeichnen könnte, berichteten der Sender CNN und die „Washington Post“ am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise.

          Ein Sprecher des Ministeriums erklärte auf Anfrage, man gehe davon aus, dass das Heimatschutzministerium einen Antrag auf Unterstützung an das Pentagon stellen werde und sei dabei, die Details der Unterstützung für den Grenzschutz zu klären.

          Derzeit sind tausende Migranten aus Mittelamerika auf dem Weg Richtung Vereinigte Staaten. Sie fliehen vor der schlechten wirtschaftlichen Lage und der Gewalt durch Jugendbanden in ihren Heimatländern. Die meisten stammen aus Honduras. Präsident Donald Trump betonte mehrfach, dass er die Einwanderer nicht ins Land lassen werde. Notfalls sollten die Streitkräfte die Migranten an der Grenze stoppen.

          Den Berichten zufolge sollen die zusätzlichen Soldaten aber keine Aufgaben der Sicherheitsbehörden übernehmen – also keine Migranten festnehmen. CNN berichtete, sie sollten logistische Unterstützung für die Grenzschützer leisten und etwa an wichtigen Punkten entlang der Grenze Zäune bereitstellen.

          Trump hat die Migranten immer wieder zum Thema im Wahlkampf vor den Kongresswahlen gemacht und die Lage stark überzeichnet. Er sprach von einem „Angriff auf unser Land“ und einem „nationalen Notstand“.

          Unklar ist aber, wann die Migranten überhaupt an die amerikanische Grenze gelangen könnten. Vom Süden Mexikos bis dorthin sind es je nach Route zwischen 2000 und 4000 Kilometer. Am Donnerstag kehrten rund 100 von ihnen nach Honduras zurück.

          Derzeit befinden sich 2100 Nationalgardisten an der Grenze, die wegen einer anderen Anweisung aus dem April entsandt worden waren. Auch sie leisten logistische Unterstützung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zweifelhaftes Manöver: CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer

          Streit zwischen AKK und Maaßen : Selbstdemontage einer Volkspartei

          Der Streit zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Hans-Georg Maaßen ist zwei Wochen vor den Wahlen in Ostdeutschland das Dümmste, was der CDU passieren kann.

          Bundesliga im Liveticker : Dortmund dreht auf – Bayer wieder vorne

          Bis zur Pause hält Augsburg ein 1:1 in Dortmund – doch nach Wiederanpfiff ist die BVB-Offensive nicht mehr zu halten. Zwei Aufsteiger drohen hingegen mit einer Niederlage in die Saison zu starten. Verfolgen Sie die Spiele im Liveticker.

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.
          Wer klug umschuldet, hat womöglich schneller als der Nachbar wieder Geld für den neuen Anstrich.

          Die Vermögensfrage : Umschulden macht Spaß

          Die Zinsen sind so niedrig wie nie zuvor. Davon können mehr Leute profitieren als gedacht. Wer einen alten Baukredit hat, spart besonders viel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.