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Migration aus Marokko : Ansturm auf Ceuta

Marokkanische Migranten am 18. Mai bei der Ankunft in Ceuta Bild: Reuters

Tausende Menschen sind innerhalb eines Tages in die spanische Exklave Ceuta geströmt. Die politische Botschaft aus Rabat: Ohne Marokko lässt sich der Kampf gegen die illegale Migration nach Europa nicht gewinnen.

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          Selbst die spanischen Soldaten, die mit ihren gepanzerten Fahrzeugen an den Strand gefahren waren, beeindruckten die Migranten nicht. Sie schwammen, kamen auf kleinen Schlauchbooten oder kletterten über die Felsen, hinter denen in Ceuta der hohe Grenzzaun beginnt. Ganze Familien waren darunter. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie marokkanische Polizisten tatenlos zuschauten, wie Hunderte Migranten ordentlich in einer endlos wirkenden Schlange auf die Absperrung zuliefen. Mehr als 6000 Menschen strömten allein bis Dienstagmorgen in die spanische Nordafrika-Exklave. Es waren so viele wie an keinem Tag zuvor.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Obwohl die spanische Regierung die Sicherheitskräfte am Morgen durch ein Großaufgebot verstärkt hatte, ging es am Dienstag weiter. Hubschrauber kreisten über dem Strand, vor dem spanische Patrouillenboote kreuzten. Mindestens tausend weitere Migranten kamen. Marokko ließ zwar zu, dass spanische Soldaten und Polizisten mehr als 3800 Neuankömmlinge aus Ceuta durch kleine Tore in dem Hochsicherheitszaun wieder zurückschickten. Dabei handelte es sich jedoch eher um eine Drehtür: In Marokko hinderte sie offenbar niemand daran, es ein zweites Mal zu versuchen, wie das Onlineportal der Lokalzeitung „El Faro de Ceuta“ berichtete.

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