Migration aus Afrika (I) :
Modu macht sich auf den Weg

Von Jochen Stahnke, Niamey/Agadez
Lesezeit: 3 Min.
Wie rollende Berge schwanken die schweren Lastwagen zum Ortsausgang: Migranten in Agadez auf dem Weg in die Sahara
Der Weg durch die Staaten Afrikas bis hin nach Deutschland ist vor allem eines: ein ausgeklügeltes Geschäft, mit dem viele an den Armutsflüchtlingen verdienen. Eine Spurensuche in Niger in vier Teilen.

Modu Barri sagt, er kenne achtzig Leute in Europa. Und vier, die es nicht dorthin geschafft haben. Einer starb in der Sahara, drei ertranken im Mittelmeer. „Ich habe keine Angst, ich kann gut schwimmen, ich bin stark“, sagt er. Seit vier Tagen schläft Barri auf dem Betonfußboden des Busbahnhofs von Niamey, der Hauptstadt Nigers. Sein Bruder hat ihm endlich das Geld für die nächste Etappe überwiesen. Heute Nacht geht die Reise weiter.

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