https://www.faz.net/-gpf-8oy3s

55 Sicherheitskräfte verletzt : Mehr als 1100 Migranten stürmen Grenzzaun zu spanischer Exklave

  • Aktualisiert am

Spanische Polizisten stehen an der Grenze von Ceuta zu Marokko Wache, während ein Mann versucht, über den Zaun zu klettern. Bild: Reuters

In Marokko haben etliche Menschen versucht, die Grenzzäune zur spanischen Exklave Ceuta zu überwinden. Dabei kam es zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen.

          Mehr als 1100 Migranten haben in der Neujahrsnacht versucht, den Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta in Marokko zu stürmen. Fünf spanische und 50 marokkanische Sicherheitskräfte, die die über den Zaun kletternden Menschen abwehren wollten, seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur efe am Sonntag unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Die größtenteils aus Ländern südlich der Sahara stammenden Männer seien sehr „organisiert und gewalttätig“ vorgegangen, hieß es.

          Nur zwei Migranten sei es letztlich gelungen, spanischen Boden zu erreichen. Sie seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, so die Behörden weiter. Der doppelte Zaun, der Ceuta von Marokko trennt, ist acht Kilometer lang und sechs Meter hoch.

          Zehntausende Afrikaner hoffen auf EU-Migration

          Erst Anfang Dezember hatten 400 Menschen den Zaun gestürmt. Auch damals gab es Dutzende Verletzte. Die meisten der Eindringlinge konnten gefasst und in das örtliche Auffangzentrum (Ceti) gebracht werden.

          Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen.

          Weitere Themen

          Zwölfjähriger verhaftet Video-Seite öffnen

          Demos in Hongkong : Zwölfjähriger verhaftet

          Weitere Eskalation in Hongkong: Erstmals seit dem Beginn der Großkundgebungen der Demokratiebewegung in Hongkong Anfang Juni hat ein Polizist während einer Demonstration mindestens einen Schuss abgefeuert. Dutzende Demonstranten wurden festgenommen, darunter auch ein zwölf Jahre alter Junge.

          Topmeldungen

          Reformen der Koalition : Immer auf die Besserverdiener

          Egal ob Baukindergeld, Pflegereform oder Soli – die große Koalition schließt Einkommensstarke konsequent von finanziellen Entlastungen aus. Die Grenzen setzt sie dabei willkürlich und der Papierkrieg ist immens.

          Brandenburg : Ist das schlimmer als Diktatur?

          Angegriffen und abgehängt: Vor den Landtagswahlen kocht im Osten die Stimmung. Davon profitiert vor allem die AfD. Eine Reise durch die Dörfer Brandenburgs.
          „Er ist ein Kind“: Der frühere Kongressabgeordnete Walsh tritt über Trump an

          „Er ist ein Kind“ : Republikaner Walsh fordert Trump heraus

          Donald Trump sei dem Präsidentenamt nicht gewachsen, sagt der frühere Kongressabgeordnete Joe Walsh über Donald Trump. Bei den Vorwahlen der Republikaner will der Radio-Moderator ihn herausfordern.

          AfD in Sachsen : Die DDR ist ein Wahlkampfschlager

          In Sachsen will die AfD die Landtagswahl gewinnen – dafür bedient sie gezielt ein Zerrbild der Wirklichkeit. Ihre Wähler stört das nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.