https://www.faz.net/-gpf-9u1fv

Migration : Italien lässt Rettungsschiffe sizilianische Häfen anlaufen

  • Aktualisiert am

Rettungsschiff Alan Kurdi Bild: AP

Die Rettungsschiffe „Alan Kurdi“ und „Ocean Viking“ dürfen mit mehr als 120 Migranten an Bord Italien ansteuern. Ein Teil der Geretteten soll nach Deutschland kommen.

          1 Min.

          Die beiden Rettungsschiffe „Alan Kurdi“ und „Ocean Viking“ mit mehr als 120 Migranten an Bord dürfen italienische Häfen anlaufen. Die italienischen Behörden erlaubten den Schiffen am Dienstagabend die Einfahrt in die Häfen von Messina und Pozzallo auf Sizilien, wie das Innenministerium in Rom mitteilte.

          Die 61 Flüchtlinge an Bord der „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye sollen demnach in Messina an Land gehen, die 60 Flüchtlinge an Bord der „Ocean Viking“ der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée in Pozzallo.

          Mehrere Länder wollen Flüchtlinge aufnehmen

          Die „Alan Kurdi“ hatte in der vergangenen Woche ursprünglich 84 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aufgenommen. Einige von ihnen wurden bereits nach Italien gebracht. Die „Ocean Viking“ hatte am vergangenen Donnerstag 60 Flüchtlinge von einem Holzboot gerettet, darunter 19 Minderjährige.

          Das italienische Innenministerium erklärte, die EU-Kommission habe bereits das Verfahren zur Verteilung der Flüchtlinge eingeleitet. Einige Länder, darunter Deutschland und Frankreich, hätten sich bereit erklärt, einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen.

          Deutschland, Frankreich, Italien und Malta hatten sich im September auf einen vorläufigen Verteilungsmechanismus für die Aufnahme von geretteten Flüchtlingen geeinigt. Damit soll verhindert werden, dass Schiffe mit Flüchtlingen weiter tage- oder wochenlang auf hoher See ausharren müssen, bis die Verteilung geklärt ist und die Migranten an Land gehen können. Der Mechanismus ist als Übergangslösung gedacht, bis das Asylsystem der EU überarbeitet werden kann.

          Weitere Themen

          Muslime in Deutschland mahnen mehr Schutz an Video-Seite öffnen

          Nach Hanau : Muslime in Deutschland mahnen mehr Schutz an

          Nach dem offensichtlich rassistischen Anschlag von Hanau haben die Muslime in Deutschland mehr Schutz und Anerkennung angemahnt. Islamfeindlichkeit müsse klar als Problem benannt und ihr entgegengetreten werden, verlangten der Zentralrat sowie der Koordinationsrat der Muslime in Berlin.

          Topmeldungen

          F.A.Z. Exklusiv : Hanauer Attentäter suchte Hilfe bei Detektei

          Der Attentäter von Hanau hat sich im Oktober 2019 mit einem Detektiv getroffen. Er bat ihn um Hilfe, weil er sich von einem Geheimdienst beschattet sah. Die Aussagen, die Tobias R. damals machte, stützen das Bild eines geisteskranken Täters.
          Sorgte mit zwei Treffern für den Sieg: Münchens Robert Lewandowski.

          Später Sieg nach großem Fehler : Ein blaues Auge für den FC Bayern

          Gegen den abstiegsbedrohten SC Paderborn stehen die Münchener kurz vor einer herben Enttäuschung. Am Ende aber jubelt der deutsche Rekordmeister doch noch. Torhüter Manuel Neuer unterläuft ein haarsträubender Patzer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.