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Michelle Obamas Buch : „Das werde ich ihm niemals verzeihen“

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Das Paar heiratete 1992. Michelle war zuvor Barack Obamas Mentorin bei der Anwaltskanzlei Sidley Austin gewesen – das war auch der Grund, warum sie zunächst zögerte, als er mit ihr ausgehen wollte. „Er sagte, du bist verrückt, du magst mich und ich mag dich, also sollten wir ausgehen,“ erzählte Michelle Obama im Interview. „Er war sehr direkt, das gefällt mir an ihm.“ Nachdem sie ihre Zweifel beiseite geräumt habe, habe sie sich in einem „überwältigenden Rausch aus Lust, Dankbarkeit, Erfüllung und Staunen“ befunden, so ein vorab verbreitetes Zitat. „Ich weiß nicht, was ich Ihnen sagen soll,“ sagte Obama zu Robin Roberts vom Sender ABC, angesprochen auf die offene Wortwahl. „Das war da und es ist immer noch da, ich liebe meinen Mann sehr.“

Viele Kommentatoren hoben positiv hervor, dass Obama keineswegs verschweigt, dass Liebe nicht alle Probleme aus dem Weg räumte. Die beiden Töchter des späteren Präsidentenpaares, Malia und Sasha, kamen durch In-Vitro-Fertilisation auf die Welt. Nach einer Fehlgeburt habe sie sich verlassen gefühlt, erzählte Obama in dem Interview. „Ich fühlte mich verloren und allein und als hätte ich versagt, weil ich nicht wusste, wie häufig Fehlgeburten sind, weil wir alle in unserem Schmerz allein zu Hause sitzen und nicht darüber sprechen.“ Viele Frauen lobten Obama in den sozialen Medien für diese Offenheit. Auch, dass sie über schwierige Zeiten in ihrer Ehe schreibt, kam gut an. Die Obamas nahmen Paartherapie in Anspruch und „arbeiteten“ stets an ihrer Beziehung, hieß es. „Weil wir Vorbilder sind, ist es für uns wichtig, ehrlich zu sein und zu sagen, es gibt Zeiten, da möchte man gehen, das ist normal – denn so habe ich mich gefühlt,“ sagte die 54-jährige Juristin dem „People“-Magazin.

Der Schmerz der High Heels

Natürlich gibt es auch ein paar amüsante Anekdoten im Buch – da tauschten sich die Queen und die First Lady etwa einmal über ihre schmerzenden Füße in hochhackigen Schuhen aus. „Die tun weh, was?“ soll Königin Elizabeth über Obamas Jimmy-Choo-High-Heels gesagt haben. Und die Schwiegermutter des Präsidenten, die im Weißen Haus wohnte, ging oft unbegleitet zur Drogerie um die Ecke. Angesprochen auf ihre Ähnlichkeit mit Michelle Obamas Mutter, habe sie stets nur geantwortet: „Das höre ich sehr oft!“

Für viele Menschen verkörpert Michelle Obama einfache, bessere Zeiten. Während der Vereidigung von Donald Trump habe sie sogar aufgehört zu versuchen, zu lächeln, verriet Obama. „Der Oberkommandierende zu sein ist ein harter Job, man muss lesen und Disziplin haben und sich auskennen. Man muss die Geschichte kennen, man muss seine Worte vorsichtig wählen,“ sagte die ehemalige First Lady. „Aber die Wähler treffen diese Entscheidung und sobald die Wähler entschieden haben, leben wir mit dem, womit wir leben.“

Einen neuen Fan hat Obama jedenfalls schon. Der frisch zum Trump-Gegner bekehrte ehemalige Anwalt Michael Cohen twitterte zu ihrem ABC-Interview: „Ich schaue Becoming @MichelleObama auf #abc2020 und bete, dass ihre Worte Einigkeit in unser Land zurück bringen.“

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