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Mexikos Klimaschutz : Wälder zerstören, um Bäume zu pflanzen

Andres Manuel Lopez Obrador (r.) bei einem Besuch des Projekts „Leben säen“ am 20. Juni 2020 in Tapachula Bild: EPA-EFE

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador will Kleinbauern durch ein Programm unterstützen, das die Bepflanzung von Land mit Bäumen vorsieht. Der Beitrag zum Klimaschutz ist allerdings umstritten.

          3 Min.

          Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador glaubt, eine simple Lösung für gleich zwei Probleme zu haben. Am Donnerstag schlug er dem amerikanischen Präsidenten Joe Biden auf dem Klimagipfel vor, in Zentralamerika drei Millionen Hektar mit Bäumen zu bepflanzen. Dies würde die Armut in ländlichen Regionen verringern und die Leute davon abhalten, in die Vereinigten Staaten zu migrieren, ist López Obrador überzeugt. Gleichzeitig helfe es der Umwelt.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Konkret schwebt López Obrador die Ausweitung des Programms „Leben säen“ vor, das seine Regierung 2018 lanciert hat. Im ländlichen und armen Süden Mexikos wurden seither über eine Million Bäume gepflanzt. Rund 420.000 Kleinbauern, die am Programm teilnehmen, erhalten technische Unterstützung und finanzielle Direkthilfen von 100 bis 250 Dollar pro Monat. Im Gegenzug bepflanzen sie mindestens zweieinhalb Hektar ihres Landes, beispielsweise mit Obstbäumen, die ihnen mittelfristig wirtschaftliche Erträge bringen.

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